Was schön war – mit Live Escape Game, Umzugscontent und Kurzurlaub in Österreich

Der letzte „Was schön war“ Beitrag ist vom 25.6.. Nun ist es so, dass seitdem sehr viele schöne Sachen passiert sind, ich aber keine Zeit oder Muße hatte, diese aufzuschreiben. Aber bevor der August da ist, der umzugsbedingt noch viel turbulenter wird als der Juli und vermutlich noch weniger Zeit zum Bloggen übrig lässt, hier also die Zusammenfassung der letzten 5 Wochen im Schnelldurchlauf.

Schon eine Weile her: das Live Escape Game mit dem Bruder und der Schwägerin des Mannes.  Den Anbieter kannten wir schon, da wir dort bereits einen Raum gespielt hatten und  so begeistert, waren dass wir nun einen Gutschein für den anderen Raum verschenkt hatten. Zum Glück ging unser Plan auf und wir durften mit :). Im Raum „Countdown to Meltdown“ geht es darum, eine nukleare Katastrophe zu verhindern. Und das war nicht gerade einfach. Wir waren fix und fertig hinterher und nass geschwitzt, aber wir haben es mit 30 Sekunden Rest gerade so geschafft. Ein super Erlebnis und mindestens genau so cool wie der andere Raum.

Es gab ein Pizzadate mit Freundinnen und trotz Aprilwetter konnten wir draußen sitzen. In dieser Konstellation kommen wir selten zusammen, das war sehr sehr schön.

In den letzten Wochen habe ich richtig viel gelesen, was vermutlich daran lag, dass ich sehr viel Zeit in Bussen, Züge und Flugzeugen verbracht habe.  Ich las Robert Seethalers „Ein ganzes Leben“  in kürzester Zeit (es ist ein sehr dünnes Buch) und fand es gut, aber nicht so toll wie „Der Trafikant“.  Außerdem habe ich endlich von Alina Bronsky „Die schärfsten Gerichte der Tartarischen Küche“ gelesen. Es stand sehr lange auf meiner Wunschliste, dann las ich bei Anne eine Rezension und kaufte es – und dann dauerte es immer noch eineinhalb Monate bis ich dazu kam. Aber ich wurde nicht enttäuscht, mir hat es sehr gut gefallen. Außerdem „Kitchen“ von Banana Yoshimoto. Das war schon seit 2012 auf meiner To read Liste bei Goodreads. Da gucke ich aber selten drauf, so dass ich das erst im Nachhinein festgestellt habe. Jetzt möchte ich unbedingt gern noch mehr von ihr lesen. Dann fiel mir noch „Caribou Island“ von Davind Vann in die Hände. Am Anfang tat ich mich etwas schwer, die Stimmung des Buchs ist dunkel und bedrückend, kein Feelgood Roman. Aber trotzdem konnte ich mich dem Buch auch nicht entziehen und würde es weiterempfehlen.  Außerdem: Anthony Doerr „All the light we cannot see“. Ja, ich weiß, habt ihr alle schon gelesen. Warum hab ich so lange damit gewartet? Was für ein fantastisches Buch! Ich hab damit Am Montag im Zug von Graz nach Wien begonnen und es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Mich stört ja nicht, wenn eine Geschichte nicht besonders realistisch ist, hauptsache gut erzählt.*

Der Mann und ich waren nochmal eben vor unserem Umzug auf Kurzurlaub in Österreich. Dieses Mal waren wir zuerst in Linz und dann in Graz. Graz kennen wir schon, in Linz waren wir zum ersten Mal. Sehr hübsch! Das Wetter war fast durchgehend sommerlich heiß und das Essen sehr köstlich: Mozarella-Kartoffel Laibchen mit Blattsalat, gebratener Ziegenkäse auf Bittersalaten mit Pinienkernen, eiskaltes Gösser Radler, dunkles Schokoladeneis… das beste Hotelfrühstück ever (mit Schokobrunnen!). Überhaupt, Hotels! Im Hotel Wiesler in Graz** hat schon Johnny Cash genächtigt, das war auch das mit dem mega Frühstück. Dort hab ich mir gleich eine DIY Idee für unser neues Schlafzimmer geklaut und würde beim nächsten Mal sofort wieder dort übernachten: großes Zimmer, sehr zentral, toller Ausblick und wie gesagt: das Frühstück!

Ich war bei einem lange hinausgezögerten Arzttermin. Ich gehe meistens erst, wenn es weh tut und denke dann jedes Mal, dass ich nicht mehr lange zu leben habe. Die gute Nachricht: die Diagnose war dann doch ganz beruhigend und ich sehr erleichtert. Also Kinder: immer schön zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen…

Wir haben inzwischen die Schlüssel für unsere neue Wohnung bekommen (das auf dem Bild ist nicht der Wohnungsschlüssel, sondern der Schlüssel zur Speisekammer)! Wir hatten tolle Hilfe beim Streichen und Putzen, so dass jetzt das Wohnzimmer wie neu aussieht, wir in den meisten Räumen Licht haben, alle Fenster geputzt (mal gucken, wann ich das das nächste Mal mache… Altbau und sehr sehr viele hübsche Sprossenfenster…) und alle Räume grundgereinigt sind. Die meiste Zeit habe ich in der Küche verbracht, hauptsächlich mit Staunen. Da ist so viel Platz! So viele Schubladen, Regale, Schränke… Ein Traum. Und ein krasser Unterschied zu meiner Miniküche. Zwischendurch konnten wir auch schon auf der Terrasse sitzen und bei Sonnenschein Kuchen essen. Und nach 2 Tagen, die wir in der Wohnung verbracht haben konnten wir immer noch keinen Haken entdecken. Sogar die Nachbarn sind unglaublich nett. Außerdem haben wir jede Menge neue Details entdeckt, die die Wohnung noch besonderer machen.

So, jetzt wird erstmal umgezogen, ob ich den fünften im August schaffe wird sich zeigen – ich würde aber nicht drauf wetten.

 

*Amazon Partnerlinks zu den Büchern:  „Ein ganzes Leben“ | „Der Trafikant“ | „Die schärfsten Gerichte der Tartarischen Küche“ | „Kitchen“„Caribou Island“ | „All the light we cannot see“

(Ich kann übrigens keine Buch-Rezensionen schreiben. Ich kann mir, wenn es gut läuft, grob merken, worum es in dem Buch in etwa ging. Und ob ich es toll fand oder nicht. Aber da hört es auch schon auf. Vielleicht sollte ich mir einen Buchclub mit Leitfragen suchen. Oder mir zu jedem Buch Notizen machen. oder ich bleibe einfach dabei, dass ich euch nur Bücher empfehle, die ich super fand ohne zu erzählen, worum es da geht).

 

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