von Konzerten, Krankheit und Kürbissuppe. Mit Rezept & vegan.

Der Alterungsprozess nimmt unweigerlich seinen Lauf. Dabei ernähre ich mich gut, mache Sport, rauche nicht und desinfiziere meinen Körper regelmäßig mit Alkohol. Trotzdem habe ich Zipperlein, die hatte ich in meinen Zwanzigern noch nicht. Und wenig Schlaf hat mir früher auch weniger ausgemacht. Jedenfalls hatte ich nicht gerade viel Lust auf das Konzert am Sonntag Abend, weil ich total müde war und mir alles weh tat (falsch gelegen). Aber gut, gewonnen ist gewonnen, dann wird auch hingegangen. Und was soll ich sagen, manchmal wünscht man sich etwas, und genau das geht in Erfüllung. Denn: es war ein Sitzkonzert. Ein Sitzkonzert! Traumhaft. Ich habe es sehr genossen, denn musikalisch war es ein Hochgenuss, Joey und Kenneth beim Gitarrenspiel und Gesang zuzuhören. Und witzig war es auch: Joey hat das Publikum ganz ausgezeichnet auf eine sehr trockene Art unterhalten – wir haben uns köstlich amüsiert. Und es hat keiner gequatscht (bis auf die zwei hinter uns, die, während die Support Australierin Melody Pool wunderschöne traurige Lieder gesungen hat, unbedingt eine wichtige Unterhaltung führen mussten), geraucht oder sonstwie Krach gemacht. Ein super Abend mit The Milk Carton Kids! Dafür bin ich am nächsten Abend bei Frank Turner fast weggeklappt. Dabei hatte ich mich soooo sehr und soooo lange auf das Konzert gefreut. Ein bisschen angeschlagen fühlte ich mich ja den ganzen Tag schon, außerdem kratzte der Hals. Und schon bei John Allen im Support war mir unklar, ob ich wohl den ganzen Abend durchhalten würde. Und Frank fing erst gegen 22.00 an… Ein paar Songs habe ich im Pulk vor der Bühne ausgehalten, dann wurde mir ganz heiß und ich musste mich leider an den Rand verziehen und mich anlehnen. C’est la vie. Frank hat ordentlich gerockt und war richtig gut drauf, im Gegensatz zu mir. Deswegen konnte ich das Konzert leider nur so halb genießen… nächstes Mal!

Wo war ich? Ach ja, krank. Nach dem Konzert zeigte ein Blick aufs Fieberthermometer, dass ich mir die Hitze im Kopp nicht eingebildet hatte…

Heute hab ich mich dann nach vielen Stunden Schlaf mit der vorhandenen Restkraft zum Supermarkt geschleppt (der zum Glück nur 2 Gehminuten entfernt ist) und für die Genesungssuppe eingekauft. Denn: Scharf hilft. Also stand heute auf dem Speiseplan: scharfe Kürbis-Süßkartoffel-Suppe.

Suppe

Rezept frei Schnauze aus den folgenden Zutaten erfunden:

1 Hokkaido
1 Süßkartoffel
1 Zwiebel
2 Chilischoten
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe
1-2 TL Currypulver
Gemüsebrühe
etwas Kokosmilch
Salz und Pfeffer, frisch gemahlen

Hokkaido vom Fruchtfleisch befreien und in Stücke zerteilen, Süßkartoffel schälen und ebenfalls stückeln. Zwiebel grob hacken, Ingwer und Chilishoten fein schneiden, Knoblauchzehe schälen. In etwas heißem Öl Zwiebel, Ingwer, Chilischote und Knoblauchzehe anrösten und dann das Currypulver zugeben. Süßkartoffel und Kürbis dazu und etwas mitrösten. Mit Gemüsebrühe auffüllen und alles weichkochen. Wenn Kürbis und Süßkartoffel weich sind, dann alles einmal durchpürieren. Kokosmilch zugeben und ggf. noch etwas Brühe oder Wasser, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit frisch gemahlenen Salz und Pfeffer würzen und schmecken lassen.

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