Tagebuchbloggen am 5. September

Es ist der Fünfte und Zeit für’s kollektive Tagebuchbloggen gesammelt von Frau Brüllen. Schon September? Gestern Abend wurde es mir  erst  schmerzlich vor Augen geführt, weil die Eisdiele um 21:30 schon zu hatte. Herbstöffnungszeiten. Und zu allem Überfluss ist auch noch Montag. Wobei – ich hab nix gegen Montage  im Allgemeinen. Klar, Frei- Sams- und Sonntage sind besser, aber hey, Montags wirkt immerhin die Entspannung vom Wochenende noch nach und ich habe eine neue Chance  meine guten Vorsätze hinsichtlich Sport, Ernährung und Deprokrastination umzusetzen. Das geht bekanntlich nur Montags oder an einem Monatsersten.

Ich wache nicht wie üblich kurz vor, sondern erst vom Weckerklingeln um 7.50 auf. Der Mann neben mir auch, wir sehen beide ziemlich verschlafen aus und kuscheln uns noch einmal ein, snooze. Nach dem nächsten Weckerklingeln mache ich das Ding aus. Nocheinmal zehn Minuten später gehe ich mit halbgeschlossenen Augen in die Küche und koche Kaffee. Den nehme ich mit ins Bett und spiele dort kaffeetrinkend zwei Runden Quizduell mit dem Mann. Das erste geht unentschieden aus, das zweite gewinne ich knapp, denn ausgerechnet in der Kategorie „Im Labor“ war mir das Rateglück hold. Triumphierend begebe ich mich ins Bad und mache mich fertig. Kurz vor neun verlassen wir gemeinsam meine  Wohnung und machen uns auf den Weg zur Arbeit, mit dabei: die besten Hits der 80er aus dem Radio.

Um 9:18 bin ich im Büro und kümmere mich erstmal um Kram, mit dem ich eigentlich nichts zu tun haben sollte. Ich hole mir einen Kaffee. Dann steht ein Kollege in meinem Büro und wir besprechen wieder Kram, mit dem ich eigentlich nichts zu tun habe. Dann steht mein Chef im Büro und wir besprechen Kram, mit dem ich was zu tun habe. Ich hole mir den zweiten Kaffee. Ein anderer Kollege besucht mich und wir besprechen Kram, mit dem ich auch etwas zu tun habe. Dann hole ich mir ein Stück vom Möhren-Limetten Kuchen, den ein nachträgliches Geburtstagskind mitgebracht hat.

Nach der Kuchenpause versuche ich, Telefonate zu führen, außer Freizeichen höre ich allerdings nichts. Ich schreibe ein paar Emails. Dann kurzer Termin. Meine Abendplanung löst sich in Luft auf, das ist schade, aber ich kann mich auch ein bisschen über einen Abend alleine in meiner Wohnung freuen, das ist ziemlich selten geworden.

Ich mache Mittagspause. gehe spazieren, auf den Ohren ein Podcast – endlich ist die Sommerpause von Gästeliste Geisterbahn vorbei. Ich spaziere bis zum Supermarkt, hole mir dort einen Salat und spaziere wieder zurück. Das dauert eine gute halbe Stunde.

Ich sortiere mich, esse meinen Salat, arbeite ein bisschen was weg und hake Dinge von meiner To Do Liste ab. Meine Kollegin stellt mir Fragen, auf die ich keine Antwort weiß, aber vermutlich irgendwie wissen sollte. Ich notiere mir alles in mein schlaues Buch.

Ich bekomme Kopfschmerzen. Noch ein Kaffee. Dann Tür zu und die nächsten Stunden nur mit Zahlen und Excel verbringen. Ich arbeite so konzentriert vor mich hin, dass ich kaum merke, wie die Zeit vergeht. Der Hunger treibt mich schließlich nach Hause.

Da das Wetter  freundlicher geworden ist, entscheide ich mich zu Fuß zu gehen. Ich spaziere also von der Hafencity zur Mönckebergstraße, komme am Nikolaifleet vorbei, wo ich immer Sehnsucht nach Amsterdam bekomme.Dann schummle ich ein bisschen und fahre 3 Stationen mit der Bahn weiter und gehe erst dann wieder zu Fuß. An der Alster entlang spazieren ist mir nämlich bei schönem Wetter abends zu stressig: Jogger, Hunde, Fahrradfahrer… Insgesamt bin ich dann aber doch immerhin noch eine dreiviertel Stunde zu Fuß unterwegs, den Fitbit freut’s.

Tagebuchbloggen in Hamburg, nicht Amsterdam

Ich mache einen Schlenker nach Hause, schaue in den Küchenschrank und  packe einen Stoffbeutel aus meiner beachtlichen Sammlung ein. Heute nehme ich einen besonders hübschen Beutel mit Bananendruck mit zum Supermarkt und freue mich an der Kasse nicht nur über meinen Einkauf (nur gesunde Sachen) sondern auch über ein Kompliment der Kassiererin für meinen Bananenbeutel.

Endlich zuhause mache ich mich ans Abendessen. Es gibt Couscous mit Paprika, ofengeröstetem Broccoli mit Sesamsauce und Sonnenblumenkernen, Kirschtomaten und ein Spiegelei. Zum Fotografieren ist es zu dunkel, ich gebe mir trotzdem Mühe beim Anrichten haue rein.

Ich fange an, den Beitrag zu schreiben und ärgere mich dermaßen über mein Arbeitsgerät, dass ich schon in einem extra Tab den Preisvergleich für Notebooks offen habe. Ich entscheide aber, das erstmal noch auszusitzen – schließlich geht es bald auf eine nicht ganz günstige Reise. Also Entschleunigungs- und Achtsamkeitsübungen während des Bloggens. Sei’s drum.

Noch kurz Facetime mit dem Liebsten, dann packe ich meine meine Lunchbox für morgen und außerdem meine Sporttasche, denn morgen Abend geht es in die Muckibude. Schnell bettfertig machen und noch ein bisschen im Bett lesen, mit Glück fallen mir vor Mitternacht schon wieder die Augen zu. Gute Nacht!

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