Tagebuchbloggen am 5. Juni

Gestern war der fünfte Juni und es ist wieder Zeit zum Tagebuchbloggen. Ein Tag zu spät und aus dem Gedächtnis, aber dafür mit Strand.

Es ist Sonntag, ich wache gegen 8.00 von einem angenehmen Luftzug auf. In der kleinen Dachgeschoss-Wohnung in Wittdün auf Amrum sind die Temperaturen dank einer ausgeklügelten Fenster-Fenster-Durchzugslösung sehr angenehm. Neben mir liegt der Mann, er lächelt. Kein Wunder, schließlich war gestern schon ein perfekter Tag auf der Insel. Wir drehen uns noch ein paar mal um, sind aber ausgeschlafen und freuen uns auf den Tag. Bis zum Frühstück müssen wir noch ein wenig warten, denn da geht es erst um 09.30 los. Um die Ecke von unserer Unterkunft liegt die Kaffeeflut. Der Name sprach mich direkt an und die Bewertungen im Internet waren auch durchweg positiv. Dank Sommerwetter sitzen wir draußen im Strandkorb, trinken Kaffee und frischen Saft und frühstücken in Ruhe das liebevoll angerichtete Käsefrühstück. Alles sehr lecker, vor allem der hausgemachter Kürbiskernfrischkäse und der Mini-Florentiner zum Kaffee. Nach dem Frühstück statten wir noch dem sonntags geöffneten Supermarkt einen Besuch ab und gehen schnell zurück in unsere Ferienwohnung. Dort packen wir unseren Rucksack für den Tag.  Mit den Leihrädern fahren wir  auf wunderschönen Radwegen bis zur Nordspitze.  Ich bin ganz entzückt von den blühenden Heckenrosen überall und von der Tierwelt. vor allem die Austernfischer haben es uns angetan. Zwischendurch mal eine Rast, weidende Kühe mit Nordseeblick, ein erfrischender Wind, wärmende Sonne.

Kuehe_an_Nordsee_Amrum

An der Nordspitze stellen wir unsere Räder ab und wandern einmal um die Odde. Danke an Katja für den Tipp via instagram! Wir sehen Föhr und Sylt, viele Wasservögel, wunderschöne Dünenlandschaft und natürlich die Nordsee. Wir sammeln zahlreiche braune Steine, die unter Bernsteinverdacht stehen („Hoffnung ist die Mutter der Dummen.“ Polnisches Sprichwort.).

Odde auf Amrum

Dünenlandschaft Amrum

Auf dem Rückweg halten wir in Nebel. Der Ort, der aussieht, als wäre er in einem Freizeitpark als Themenbereich „Nordfriesland“ angelegt worden. Entzückend! Wir machen im Friesen Café Rast, trinken Spezi und essen Friesenwaffeln mit Eis respektive Erdbeeren. Inzwischen ist es auch schon 15.30 und wir machen uns langsam auf den Rückweg nach Wittdün. Wieder schöne Wege, Heckenrosen, Schafe, Kühe, Austernfischer, Nordsee, Felder, Weite.

Friesenwaffeln_Amrum

In Wittdün geben wir unsere Leihfahrräder ab, packen wir unsere sieben Sachen, duschen nochmal den Sand von den Füßen und machen uns langsam auf den Weg zum Fähranleger, denn leider geht es heute schon wieder nach Hause, die Fähre fährt um 17:25 und eignet sich hervorragend zum Leute beobachten. Das machen wir, außerdem noch ein bisschen Quizduell spielen, die Nasen in den Wind halten, Armbräune vergleichen (ich hab verloren), Butterkekse essen, gucken… nach zwei Stunden sind wir in Dagebüll. Ohne Drängeln kommen wir in den zweiten Shuttlebus zum Parkplatz und nehmen Kurs auf unser Zwischen-Ziel: Abendessen in Husum, wir haben ganz schön Hunger.

Da es immer noch sommerlich warm ist sitzen wir in der Pizzeria draußen, essen leckere riesige Pizza direkt am Hafen und zum Nachtisch gibt es sogar noch ein Eis. Ganz guter Abschluss für das tolle Wochenende. Eine kleine Runde spazieren wir noch durch Husum, so lange es noch hell ist, denn es ist sehr niedlich dort. Dann ohne Zwischenstopp nach Hamburg, ich bleibe tapfer wach, schlafe dann aber doch eine halbe Stunde vor dem Ziel ein. Kurz vor Mitternacht finden wir für einen Sonntag Abend einen sehr akzeptablen Parkplatz auf der Uhlenhorst, schleppen unsere Sachen in meine Wohnung (warum haben wir nochmal so viel Gepäck mitgenommen?) und machen nur noch einen kleinen Umweg über die Dusche zum Bett. Glücklich und erschöpft von der vielen frischen Seeluft, den Barfuß-Spaziergängen und dem Radfahren beträgt die Einschlafzeit weniger als 2 Minuten. Die 1,5 Tage auf der Insel fühlten sich an wie eine Woche Urlaub. Das war ganz sicher nicht der letzte Besuch auf der Insel. Das nächste Mal mit Wattwanderung und Sternegucken. Und vor allem länger.

Das letzte Foto ist nicht vom 5., sondern vom 4. und zeigt den Kniepsand, den schönsten Strand ever (ever, ever). Der Hut ist übrigens neu und war sehr hilfreich, die Hasenöhrchen gehören allerdings nicht dazu ;)

Schattenpaar_Amrum

6 Kommentare

Sag doch was!