Tagebuchbloggen im August (thank God, it’s Friday!)

Einmal im Monat ist Tagebuchbloggen, heute in der Freitagsversion (halleluja). Schaut bei Frau Brüllen, da findet ihr alle anderen Tagebuchblogger vom Monatsfünften.

Der Wecker klingelt um halb acht, ich drehe mich nochmal um, stehe dann aber doch ziemlich schnell auf und springe unter die Dusche. Danach koche ich Kaffee und toaste Toast. Dazwischen bringe ich noch eine Spinne von der Küche auf den Balkon, fast wäre mir der Kaffee deswegen verbrannt. Den Toast gibt es mit Butter und Aprikosenmarmelade, den Kaffee mit Milch. Beides im Bett, denn ich lege mich wieder hin. Mein neues Ritual – statt eine Stunde lang zu snoozen – ist Frühstücken und langsam dabei wach werden. Ein deutlich entspannter Start in den Tag.

Kaffee im Bett

Ich packe schnell noch meine Tasche, denn heute Abend verbringe ich im Hamburger Randgebiet beim Mann und morgen geht es vermutlich von da aus direkt zum Sport, ich muss also Zeug mitschleppen.

Gegen dreiviertel neun verlasse ich das Haus und denke sogar daran, den Müll noch mit runter zu nehmen. Ich muss noch bei der Postfiliale vorbei – ein Umweg von einer guten Viertelstunde – Bewegung, die mir sehr gelegen kommt, denn die Sonne scheint. Die Tagestickets für das A Summer’s Tale Festival sind nämlich da – am nächsten Donnerstag geht es nach hinter Lüneburg um Friska Viljor, Glen Hansard und Sigur Ros zu sehen (u.v.m.).

Ich bin um halb zehn im Büro und lese Bewerbungen, überlege mir eine sinnvolle Struktur für den  Bewerbungsprozess und sortiere vor mich hin, bis ich dann nach einer Stunde doch mal in die Küche gehe und mir einen Kaffee hole. Ich kriege einiges geschafft und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Noch ein paar Telefonate führen, Rechnungen abzeichnen, Emails schreiben… Zwischendurch versuche ich einen Tisch zu reservieren, denn ich wollte den Liebsten am Sonntag mit einem schwedischen Auswärts-Frühstück überraschen. Tja, Schatz, wenn Du das jetzt liest – wird leider nix, denn am Sonntag ist geschlossene Gesellschaft… Stattdessen plane ich ein Frühstück auf dem Ostbalkon, so!

Ich gehe etwas früher in die Mittagspause, nämlich schon kurz vor zwölf, denn ich bin mit einem Freund verabredet. Seit ein paar Monaten gehe ich jeden Tag mittags eine halbe Stunde durch die Hafencity spazieren und esse nur eine Kleinigkeit. Stattdessen frühstücke ich zu Hause und esse dann abends „richtig“. Das funktioniert natürlich nur, wenn es nicht in Strömen regnet, ich nicht verabredet bin und ich mir nachmittags nochmal einen Snack mache. Heute bin ich zwar verabredet, aber wir spazieren einfach gemeinsam und holen zwischendrin ein Brötchen. Das Wetter ist aprillig, die Sonne scheint, es regnet, es ist windig, die Sonne scheint, es ist warm, usw.

Nach einer dreiviertel Stunde bin ich zurück im Büro, es wird weitergearbeitet. Ich habe leichte Kopfschmerzen und bin auch immer noch etwas verspannt – am Montag hab ich mich beim Anziehen komisch bewegt und seitdem tuts weh. Die Notwendigkeit eines Arztbesuchs hab ich bislang nicht gesehen – Wärmesalbe drauf und gut. Immerhin ist inzwischen eine deutliche Verbesserung eingetreten. Aber nun habe ich den Verdacht, dass die Kopfschmerzen auch von der Nackenverspannung kommen könnten. Ich mache also sporadisch ein paar Übungen, die ich mir vom Yoga gemerkt habe und hole mir noch einen Kaffee.

Ich habe ein 1-Stunden-Meeting, das genau eine Stunde dauert. Yay! Es regnet übrigens. Danach ärgert mich mein Rechner – dabei war die Excel-Tabelle gar nicht soooo riesig. Ich mache gegen vier eine Snackpause – im Kühli steht noch ein Joghurt von mir, den ich mir mit meiner Freitagsbanane und einem Schuss Ahornsirup verfeinere. Draußen ist wieder eine Ecke vom blauen Himmel zu sehen. Ich arbeite konzentriert weiter, bis mir um 17:15 jemand ein Bier hinstellt. Zwar nicht kalt, aber immerhin Bier. Ich muss aber neben Bier noch ein bisschen weiterarbeiten, damit ich pünktlich Feierabend machen kann um am Bahnhof den Mann zu treffen, der heute in Berlin zu tun hatte. Toast, Brötchen und Joghurt waren keine gute Grundlage, das Bier macht mich ein wenig duselig.

Ich bin pünktlich am Bahnhof, er auch und wir fahren um 18.38 weiter mit der Bahn gen Osten. Ich bin ein bisschen unleidlich, die Woche war anstrengend, Kopfschmerzen, Menschen etc. – trotzdem gehen wir noch schnell einkaufen und zur Packstation, aber dann schnell nach Hause. Dort fängt für mich die Entspannung an, denn ich lege mich direkt aufs Sofa, trinke eine kalte Spezi und lese, während der Mann kocht (das tut er übrigens recht häufig und ausgesprochen gut!). Mein Buch ist keine leichte Kost, liest sich aber bisher hervorragend an. Ich bin auf Seite 300 und immer noch begeistert, aber noch nicht mal zur Hälfte durch.

Danach arbeite ich ein bisschen am Reisetagebuch. Wir sind zwar schon wieder aus dem Urlaub zurück, aber ich bin in Österreich nicht ganz fertig geworden. Ich hatte mir dieses Mal in den Kopf gesetzt, ein illustriertes Reisetagebuch zu führen und nach 15 Jahren* mal wieder mehr mit Stiften zu machen. Auslöser war übrigens der Link zur Seite von Meghan Taylor, den ich irgendwo aufgeschnappt hatte. Ihr Italien-Sketchbook hatte es mir sehr angetan, aber ich wollte mal was mit Farbe probieren. Und wenn ich es irgendwie schaffe, in irgendeiner Form Tagebuch zu führen, dachte ich, dann im Urlaub. Also hab ich alles mit nach Österreich genommen und immer mal wieder zwischendurch ein paar Momente fesgehalten. Jetzt sind aber noch so viele Seiten vorhanden, dass ich die nachträglich füllen will.

sketchbook

Das Essen ist fertig – es gibt absolut köstliche Pasta mit Pfifferlingen. Zwischen erster Runde und Nachschlag recherchiere ich, woher der Spruch kommt, das etwas keinen Pfifferling wert ist, die schmecken doch so lecker. Vermutlich hat das nämlich gar nichts mit den Pilzen zu tun, sondern einer Dialektwandlung (Fünf-Pfennig = Fünferle -> Pfifferle, Pfifferling). Nach dem Essen bleiben uns noch 20  Minuten, bis der Eisdealer schließt. Schnell Schuhe an und raus, wir treffen rechtzeitig ein und es gibt zum Nachtisch eine Kugel Stracciatella in der Waffel.

Pasta mit Pfifferlingen

Eis Eis Baby

21:30, Zurück zu hause wollen wir eigentlich nur ein bisschen aus der letzten fest & flauschig Folge mit Heinz Strunk hören. Das im Bett zu machen war vermutlich ein Fehler. Wir schlafen nämlich beide ein und ich wache irgendwann gegen 1.00 Uhr nachts auf, als Olli Schulz gerade was von Ciabatta the Hutt erzählt, aber in einer ganz anderen Folge. Hm. Dabei wollte ich doch eigentlich noch diesen Beitrag hier gebloggt haben. Ich gehe Zähneputzen, danach bin ich hellwach und lese noch ein bisschen, bis ich schlussendlich wieder einschlafe.

Das war mein spannender Freitag. Ich frage mich immer, wie manche Leute es schaffen, Freitags Abends tatsächlich noch loszugehen. Ich bin immer so kaputt von der Arbeitswoche, dass ein großer Teller Nudeln, Eis und liegen auf Bett oder Sofa schon Auslastung genug sind und andere gehen noch in Clubs und tanzen bis morgens um 6. Wie?

Schönes Wochenende!

*ich hatte in der Schule Kunst LK und hab damals auch in meiner Freizeit viel gezeichnet & gemalt, das ist ziemlich eingeschlafen. nachdem Nike bei instagram bei ihrem kritzelnzwosechzehn immer mal wieder was gezeigt hat, hat es mich schon in den Fingern gejuckt.

 

 

 

 

 

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