Tagebuchbloggen am fünften September 2017

Es ist der fünfte September, also Tagebuchbloggen! Wie immer initiiert und gesammelt von Frau Brüllen.

Zwanzig nach sieben klingelt der Wecker. Zehn Minuten schlummern und kuscheln geht aber noch, dann muss ich aufstehen. Ich springe schnell unter die Dusche, Inwgerduschgel, Shampoo, Conditioner.  Abtrocknen, eincremen (nur das Gesicht), Zähneputzen, Föhnen. Den Mann aus dem Bett schmeißen. Währen der im Bad ist bleiben mir ein paar Minuten um auf meinem Handy rumzudrücken. Dann schnell anziehen, ein Stück Rest-Apfelkuchen von Sonntag aus der Küche holen. Ich nehme mir eine Brotdose für den Kuchen mit, denn: im Auto darf eigentlich nicht gegessen werden. Es könnte krümeln.

Wir verlassen gegen 8:15 das Haus, mit Jacke, morgens ist es noch kalt. Für Kaffee hat die Zeit heute nicht gereicht, entsprechend müde hänge ich auf dem Beifahrersitz. Das Radioprogramm ist auch eher so mittel (Hamburg zwei müssen wir wegen des blöden Gesabbels abstellen, 917xfm liefert meistens gute Musik, aber ab und an läuft da bedeutungsschwangerer Deutsch-Pop, dann hilft auch nur ausschalten). Ich esse meinen Kuchen, dabei bin ich äußerst vorsichtig und krümele nur in die Dose.

Der Mann setzt mich ab und kurz vor neun schlendere ich über eine kleine Fußgängerbrücke in die Hafencity, Kurz nach neun sitze ich am Schreibtisch. Eigentlich habe ich einen Termin um halb 10, aber der Zahnarzttermin der Kollegin scheint länger zu dauern. Ich mache mir mehrerer Espressi in der Hoffnung, dass ich langsam mal wach werde. Ich verschiebe den Termin auf Nachmittag und nutze die Zeit für ein paar andere Tasks. Noch ein Espresso und eine Banane. Dann Termin mit meinem Chef. Der war gerade im Urlaub und ich habe eine lange Liste an Themen, die besprochen werden müssen.

Weil ich gestern im Kino war und danach nicht mehr gekocht habe, muss ich mir heute mittag was zu essen kaufen. so wie die letzten Tage auch schon – das mit dem Meal Prep klappt nicht so richtig gut – zu viele Mittagsverabredungen und zu viel Abendprogramm. Ich schwanke zwischen indisch und Salat. Der Salat gewinnt. Das Wetter ist schön, ich brauche keine Jacke. Ich arbeite in der Hafencity und seit wir diese Elbphilharmonie hier haben ist die Hölle los. Busladungen voll Rentner, die durch die Hafencity streifen. Leider essen die Mittags in den selben Läden wie ich, deswegen dauert die Essensbeschaffung heute ewig. Ich muss einfach wieder selbst kochen. Ich hab übrigens nicht direkt was gegen Touristen, es sind tatsächlich Menschen im Allgemeinen… Aber es gibt durchaus auch ein paar, die ich in mein Herz geschlossen haben: heute verfolge ich nebenbei gespannt die Einschulung von Nikes Lütten in den instagram stories.

Außerdem klärt sich die Tapeziertischbeschaffung für den Dorfflohmarkt am Sonntag und ich gewinne gegen meine Mutter im Quizduell.

Nach dem Mittag noch mehr Termine, die aber alle ganz gut verlaufen. Ich darf mich in Zahlen reinwühlen, das mach ich meistens ganz gern. Zumindest, wenn es dabei irgendwie um Geld geht – ich wäre möglicherweise auch eine ganz gute Buchhalterin geworden. Zwischendurch bringt der Paketbote bringt mit Pakete ins Büro. Unter anderem ein Seifenspender, ich hoffe, der ist nicht zu groß für unser kleines Waschbecken im WC…

Ich bin diese Woche in der Küchendienstgruppe und schmeiße einmal die große Kaffeemaschinenreinigung an, entkalkt habe ich gestern schon. Ich mache das ja ganz gern, jedenfalls lieber als die Spülmaschine ein- und ausräumen.

Noch ein paar Emails bearbeiten und die Termine für den morgigen Tag planen. Um halb sieben werde ich abgeholt – wir fahren heute ohne Umweg nach Hause. Dort packe ich erstmal meine Pakete aus. In einem verstecken sich 4 Fliesen, die ich auf einer kleinen Rutschmatte direkt neben der Wohnungstür im Flur auslege – Platz für die gerade getragenen Schuhe. Hatte ich neulich mal in meinem instagram Feed vorbeifliegen sehen. Weil der Platz im Flur begrenzt ist, ist das nur ein 40x40cm großes Feld, aber für 2 Paar Schuhe passt es gerade so. Während ich im Flur also am basteln bin spielt der Mann Klavier.

Dann muss ich ihn aber aus dem Wohnzimmer schicken, ich will nämlich eine kurze Runde Yoga vor dem Abendessen machen. Die Verspannungen im Nacken sind zwar inzwischen etwas besser, aber irgendwie fühle ich mich unausgeglichen (es könnte eventuell vielleicht auch an den 4 Espressi liegen, die ich mir vor dem Mittag schon reingekippt habe). Jedenfalls, Yoga. Unser Wohnzimmer ist groß genug, dass da 6 Leute nebeneinander Yoga machen könnten. Von draußen reingucken kann man auch nicht. Einmal hab ich da schon rumgeturnt, da war ich allerdings noch umgeben von Kisten. Weil wir am Wochenende einen ordentlichen Schlag reingehauen haben, kann ich mir jetzt einen Platz mit meiner Matte aussuchen, bei dem ich beim Sonnengruß nicht an den Kronleuchter stoße. Ich mache ein paar Sonnengrüße, ein paar Krokodile und einen Schulterstand (einfach nur, weil ich es kann).

Auf einmal ist es schon 20.00. Ich begebe mich in die Küche, und schäle mir ein paar Kartoffeln. Den Kühlschrank mache ich nur kurz auf und ganz schnell wieder zu. Es riecht dort nämlich nach totem Mönch, bzw. dem französischen Camembert vom Mann. Ich verfrachte den Käse in eine Dose und stelle zusätzlich noch einen Eierbecher voll Kaffeepulver in den Kühlschrank – hoffentlich bringt es was. Der Mann holt sich Stinkekäse und Brot, ich brauche heute Abend aber was warmes. Die Kartoffeln schneide ich in Scheiben und lege sie kurz in kaltes Wasser. Es gibt nämlich Bratkartoffeln und die gelingen perfekt mit rohen Kartoffeln, die kurz in kaltem Wasser lagen und dann in einer Pfanne mit Deckel schön knusprig und schnell durch werden. Dazu mache ich mir etwas Salat und ein Spiegelei mit ordentlich Kümmel. Gegessen wird vor dem Fernseher mit Marietta Slomka um zu erfahren wie es Deutschland geht. Nun ja. spannender als das Merkel / Schulz Duell ist die Sendung auf jeden Fall.

Zwischendurch werfe ich noch ne Waschmaschine und die Spülmaschine an, hänge Wäsche auf und denke zumindest drüber nach, vielleicht noch die Spülmaschine auszuräumen. Aber vielleicht auch einfach mal früh ins Bett gehen… Das Notebook klappe ich jetzt jedenfalls zu. Gute Nacht!

P.S.: der fünfte September 2016

 

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