Tagebuchbloggen am fünften Oktober 2016

Es ist der Fünfte, es wird wieder getagebuchbloggt, denn Frau Brüllen fragt wie jeden Monat in die Runde: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Ich wache vor dem Weckerklingeln auf, obwohl ich gestern, nein, es war definitiv schon heute, sehr spät ins Bett gegangen bin. Ich drehe mich nochmal um, zumindest die Zeit bis zum Weckerklingeln will ich auskosten. Dann tappe ich in die Küche, drehe sofort wieder um und ziehe mir meine Kuschelpuschen an. Zu kalt für barfuss. Ich teste die Milch im Kühlschrank vorsichtig auf Haltbarkeit, mache die kleine Bialetti fertig und räume parallel zum Kaffeekochen die Spülmaschine aus und toaste mir einen Bagel. Die Bialetti röchelt, Herd aus, mit der Restwärme der Platte wärme ich mir Milch für den Kaffee und bestreiche den getoasteten Bagel mit Frischkäse. Bagel und Becher nehme ich mit ins Bett und esse, trinke und drehe eine social media Runde mit dem Handy. Ich zwinge mich, keine Job-Emails zu lesen, es gelingt. So ganz ist die Seuche noch nicht überstanden, deswegen werfe ich noch eine Gelomyrtol ein.

Ich muss aufstehen, nu aber fix. Ab ins Bad, anziehen, los. Die Sonne scheint, aber es ist ziemlich frisch draußen und ich merke, dass ich vielleicht doch irgendwann mal eine vernünftige Übergangsjacke brauche. Ich nehme die zweite Bahn, die erste war mir zu voll. Auf der Fahrt ins Büro höre ich Podcast und gucke mir Leute an.

Ich mache mir Kaffee und arbeite Dinge ab. Mir fällt auf, dass heute in einer Woche bereits der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub ist und ich bin euphorisiert und gleichzeitig ein wenig panisch.

13:00 – ein sehr schönes Mittagspausendate mit einer Freundin. Wir haben uns schon länger nicht gesehen und das war dringend mal wieder notwendig. Ein paar Tipps für meine Japanreise konnte ich auch noch abstauben. Ich bin am Ende der Mittagspause leider immer noch hungrig, denn der Falafel-Mann hat hinsichtlich der Portionsgröße leider ziemlich stark nachgelassen seit wir das letzte Mal dort waren.

Ich arbeite konzentriert Dinge ab, Zum Feierabend hin bin ich zufrieden, ich habe einiges geschafft. Gute Nachrichten zum Schluss: ich habe vor ein paar Wochen auf einer Messe etwas gewonnen und nun bekam ich einen Anruf um den Versand meines Gewinns zu klären. Dann meldet sich der Mann mit der Ankündigung, dass ich um 18.47 von der Arbeit abgeholt werde. Ich mag abgeholt werden und ich mag präzise Angaben.

Wir fahren kurz zusammen zum Bummeln in die City und ich probiere eine Jacke an, die mir online aufgefallen war. In echt gefällt sie mir überhaupt nicht. Überhaupt das Problem mit Jacken: es gibt keine Übergangsjacken (die mir gefallen). Vermutlich muss man die im Februar oder März kaufen. Jetzt gibt es nur Wintermäntel oder ganz schreckliche Bomberjacken/Blousons oder Ponchos. Oder Parkas mit Pelzkragen. Ohne mich. Ich finde beim Suchen nach einer Übergangsjacke allerdings einen sehr schönen Wintermantel, den merk ich mir mal. Ich überlege, wie sinnvoll überhaupt die Anschaffung einer Übergangsjacke noch vor dem Urlaub wäre; wenn wir wieder kommen könnte schon Wintermantelzeit sein. Zwei Geschäfte weiter habe ich immer noch nichts gekauft. Ich beschließe, dass ich mich wie letztes Jahr irgendwie im Lagenlook durchmogeln werde bis es Winter ist. Ab nach Hause.

Der Mann setzt mich zuhause ab, ich habe Kopfschmerzen und Hunger. Ich sollte dringend Kopfschmerztagebuch führen und fange gleich damit an, indem ich mir eine Notiz in evernote mache.

Heute nachmittag hatte ich noch Lust mir heute Abend etwas leckeres zu kochen. Das fällt aus, es ist zu spät, ich hab keine Lust mehr zum einkaufen zu gehen und wie gesagt: Kopfschmerzen. Also toaste ich mir einen Bagel und lege den Rest vom leckeren Kümmelkäse drauf. Das geplante Süßkartoffelcurry verschiebe ich gedanklich auf Freitag.

Ich esse vor dem Fernseher und gucke zwei Folgen Gilmore Girls. Ich habe die Serie früher nie geguckt und neulich damit angefangen als ich krank zuhause lag und Zerstreuung suchte, irgendwas, wo ich mich nicht konzentrieren muss und was trotzdem irgendwie fesselnd ist. Perfekt!

Ich schaue noch ein bisschen weiter, dann gehe ich sehr lange und sehr heiß duschen und direkt im Anschluss mit meinem ebook-Reader und einer Wärmflasche ins Bett. Ich lese gerade „Wer ist Mr. Satoshi“ (Amazon Partnerlink) und bin bisher sehr angetan!

Gute Nacht!

P.S.: Mein fünfter Oktober vor zwei Jahren.

 

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