Tagebuchbloggen am fünften Januar – Amrum Edition

Ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, für euch hat das neue Jahr genau so schön begonnen, wir für mich. Ich bin jedenfalls entspannt, glücklich und zufrieden und habe in diesem noch sehr jungen Jahr schon drei Bücher gelesen – und die größtenteils vor einem Kaminfeuer. Dazu aber ein anderes Mal mehr. Heute ist der 5. und Frau Brüllen fordert wie jeden Monat zum kollektiven Tagebuchbloggen auf.

Der Wecker klingelt um 7:45 Uhr. Nach 5 Tagen auf Amrum* geht es heute wieder nach Hause. Die Nacht war viel zu kurz, deswegen möchte ich, dass der Wecker endlich still ist. Mein Wunsch geht in Erfüllung, der Mann hat ihn nämlich ausgemacht. Ich scheine sehr tief geschlafen zu haben, denn ich habe meine Position seit dem Einschlafen nicht verändert. Da liegen wir also, ich an den Mann geklammert und wir beide auf einer Betthälfte. Aber erstaunlich bequem. Also schlafe ich wieder ein. Er scheinbar auch, denn wir sind beide ein bisschen verpeilt als ich um halb neun plötzlich mit dem Gefühl hochschrecke, dass wir verschlafen haben.

Nun aber los. Wir stehen auf, Bad, anziehen, Koffer packen, Sachen zusammen räumen, Müll rausbringen, Kamin sauber machen, Auto packen etc. Wir kommen gut voran und haben noch Zeit für ein kleines Frühstück bevor wir auschecken müssen.

9:45 – wir geben den Schlüssel ab und machen uns zu Fuß auf zum Leuchtturm. Dabei entdecken wir eine Abkürzung zum Strand (merken wir uns fürs nächste Mal) und wandern durch die Dünen. Es ist sehr kalt geworden und das Heidekraut sieht aus, als hätte es jemand sehr nachlässig mit weißer Farbe angesprüht. Durchgefroren am Leuchtturm angekommen drehen wir gleich wieder um. Wir haben nämlich unsere Gästekarte nicht dabei und mit der würden wir dann doch so viel beim Eintritt sparen, dass es sich lohnt umzukehren. Also gehen wir zurück, finden die Gästekarte im Auto, fahren dieses Mal zum Leuchtturm, zahlen den ermäßigten Preis und erklimmen die knapp 200 Stufen bis zur Aussichtsplattform. Da pfiff der Wind recht ordentlich, aber die Aussicht bei traumhaftem Wetter machte das mehr als wett.

Danach brauchten wir aber doch erstmal ein Heißgetränk. Wir stellen das Auto in Wittdün ab und gehen Kaffee und heiße Schokolade trinken. Danach flanieren wir noch ein bisschen durch den Ort, kaufen ein kleines Souvenir und werfen noch einen letzten wehmütigen Blick auf den Lieblingsstrand. Die letzten Tage waren einfach rundum herrlich!

Es ist inzwischen Mittag, wir haben nicht mehr viel Zeit, bis wir zur Fähre müssen. Aber noch genug Zeit, um bei Scholle’s Fisch Buttze ein Fischbrötchen zu kaufen. Als 360-Tage-im-Jahr-Vegetarier ist das was ganz besonderes. Der Knusperbackfisch war wirklich köstlich!

Wir fahren auf die Fähre und finden einen gemütlichen Platz. Es gibt noch eine Runde Heißgetränke und ich nutze die 90 Minuten Überfahrt um in meinem Buch zu lesen. Pünktlich um 15.00 kommen wir in Dagebüll an und fahren auf direktem Weg nach Hamburg. Währenddessen geht da draußen ein toller Sonnenuntergang ab, ich sag nur #cloudporn.

Zuhause in Hamburg verabschiede ich mich vom Mann (zum Glück nur bis morgen), schleppe meinen Kram nach oben, drehe die Heizung auf und lege mich erstmal aufs Sofa. Der Hunger treibt mich aber bald in die Küche. Weil ich keine Lust hatte, noch einkaufen zu gehen, muss ich improvisieren. Das klappt gut – ich koche eine leckere scharfe Tomatensauce aus einer roten Zwiebel, Knoblauch, Dosentomaten, einer Birdseye Chili, einem Schuss Sojasauce und einem Schuss Ahornsirup. Dann kommen noch ein paar Kapern in die Sauce. Die Nudeln vermische ich im Topf mit der Sauce, drüber kommt ein ordentlicher Schwung Parmesan. Lecker!

Nach dem Essen tue ich endlich das, wovon ich schon seit heute morgen auf dem zugigen Leuchtturm träume: ich gehe in die Badewanne. Ich nehme mir mein Buch mit und genieße es so richtig im heißen Wasser zu liegen. Herrlich!

Anschließend suche ich erstmal eine Weile meinen Föhn bis mir einfällt, dass der mit auf Amrum war, ich ihn dort aber gar nicht ausgepackt habe. Leider fällt mir dann auch ein, dass er in der einen Tasche sein muss, die noch beim Mann im Auto liegt. Also wird heute luftgetrocknet, gibts schlimmeres.

Ich liege noch ein bisschen auf dem Sofa, lese das Internet und tippe den Beitrag. Inzwischen ist es elf. Ich werde noch ein bisschen die Küche aufräumen, ganz vielleicht (vermutlich nicht) den Koffer noch auspacken und mich dann mit meiner Wärmflasche ins Bett verabschieden. Morgen ist der letzte Urlaubstag, da muss ich fit sein ;)

 

*das Tagebuchbloggen im Juni gab es auch schon als Amrum-Edition

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