Tagebuchbloggen am fünften Dezember 2017

Es ist der fünfte, es wird wieder getagebuchbloggt. Was das soll und alle die mitmachen – wie immer bei Frau Brüllen.

Der Wecker klingelt um 7:20, zehn Minuten liegen bleiben ist noch drin. Dann schicke ich erst den Mann ins Bad und gewinne noch ein paar Minuten dazu. Während ich mich danach fertig mache höre ich das vertraute Geräusch der Kaffeemühle und als ich in die Küche komme ist der Kaffee auch schon fertig und wartet bereits im To Go Becher. Ich kümmere mich selbst um die Milch, diese wird mittels Herdplattenrestwärme auf die perfekte Temperatur erwärmt. Zu kalt ist nix, aber zu heiß ist noch schlimmer, dann schmeckt der ganze Kaffee nicht. Ich teste mit dem kleinen Finger und gieße die warme Milch zum Kaffee. Schnell hole ich mir noch ein Minzschokolädchen aus meinem Adventskalender und dann gehts los. Der Mann und ich machen uns heute gemeinsam auf den Weg zum Bahnhof. Es ist 8:15, es nieselt. Die Bahn steht da schon und ist sehr leer – die Freuden des Wohnens an der Endhaltestelle.

Wir spielen eine Runde Quizduell, ich verliere und mangels Netzabdeckung gibt es keine Revanche. Erstmal. Am Hauptbahnhof trennen sich unsere Wege, der Mann steigt in die andere S-Bahn, ich nehme den Schleichweg zur U-Bahn und erwische direkt meinen Anschluss. Kurz vor neun bin ich am Baumwall, es nieselt.

Ich setze meine Mütze auf, für einen Schirm lohnt es sich nicht. Kurz nach neun bin ich im Büro.

Ich mache mir einen Flat White. Die neue Kaffeemaschine kann fancy stuff, und für nen Vollautomaten schmeckt der Kaffee echt ganz ordentlich. Dazu gibt es noch ein Stück Mohnstollen von einer Kolleginnenmutti. Der ist so köstlich, dass ich um das Rezept betteln muss – der wäre noch was für die Weihnachts-Kaffeetafel. Wobei ich heute auch noch die irre Idee hatte, Baumkuchenspitzen zu backen. Mal sehen, vielleicht kauf ich auch einfach welche…  Aber auf jeden Fall mache ich noch die Spekulatiusstangen von Little B – das Rezept ist schon gespeichert!

Aber nun erstmal an die Arbeit. Ich habe heute drei wichtige Themen, die ich durch kriegen will bzw. muss. Das erste ist schnell abgehakt, das zweite (zunächst) auch, allerdings fürchte ich, dass das am Ende doch nicht so einfach werden würde wie gedacht. Für das dritte Thema muss ich mich durch Zahlen wühlen. Zum Glück hab ich den ganzen Vormittag ausnahmsweise keine Termine, so dass ich mich in Ruhe damit beschäftigen kann. Leider geben mir die Zahlen an einigen Stellen doch größere Rätsel auf, so dass ich bis zum Mittag leider nicht so komme, wie ich wollte.

Heute bin ich ausnahmsweise zum Mittagessen verabredet. Im Nieselregen laufe ich zum Treffpunkt, wieder mit Mütze auf. Meine Verabredung fragt mich direkt, ob ich ein Baguette dabei habe (wegen der Baskenmütze. Haha.). Passend dazu gibt es Flammkuchen und anschließend noch einene kleinen Spaziergang durch den Niesel.

Zurück im Büro mache ich mir noch einen Flat White und hole aus dem Büroadventskalender ein Mini-Twix. In meiner Handtasche finde ich noch eine Mandarine – super Nachtisch.

Dann geht es weiter mit Termine und bevor ich es mich versehe ist es schon 16:30.

Heute sollte mein neues Telefon geliefert werden – ich finde es tatsächlich bei unserer Teamassistentin und trage die Beute in mein Büro.

Ich beschäftige mich erstmal weiter mit den Zahlen vom Vormittag und finde tatsächlich den Fehler, ziehe alles glatt, mache eine neue Tabelle mit korrekten Zahlen und Prognosen und Herleitungen und schreibe eine Tapete zur Erläuterung. Ich bin schon in den letzten Zügen, als mich meine Kollegen zum Kickern abholen – die Pause hab ich mir jetzt verdient. Ein hartes Spiel, aber in der Verlängerung waren der neue Kollege und ich siegreich!

Euphorisiert mache ich zurück am Schreibtisch meine Tabelle noch hübsch, prüfe ein letztes Mal die Zahlen und schicke alles an den Kunden.

Inzwischen ist es 18:30 und ich packe endlich mal das neue Telefon aus. Zumindest mal den Karton aufmachen und kurz in der Hand halten. Ausprobiert wird in Ruhe zuhause.

Einer Eingebung folgend schaue ich zwischendurch mal, ob es was neues zum Liefertermin unseres Wintergartenteppichs gibt (never ending story). Und tatsächlich, übermorgen steht in der Sendungsverfolgung. Leider kann ich da nicht. Ich rufe den Mann an, der kann auch nicht. Bis 19:00 soll angeblich das Hermes Depot erreichbar sein, das probiere ich aus. Tatsächlich kann ich den Termin verschieben – auf den einzigen Tag in der nächsten Woche ohne Termine, eine gute Gelegenheit für Home office.

Ich hole mir eine Banane und nehme noch ein weiteres Thema in Angriff, dass ich schon ne Weile vor mir her schiebe. Danach prüfe ich noch ein paar Rechnungen, ich will endlich die Mappe vom Tisch haben.

Unterdessen meldet sich der Mann vom Weihnachtsmarkt und fragt, ob ich auch noch komme. Das Timing passt gut, ich sollte sowieso mal Feierabend machen. Das neue Telefon schließe ich in meinem Büro ein, das nehme ich dann doch lieber nicht mit auf den Weihnachtsmarkt. Einen Tag kann ich auch noch warten.

Es ist 20:00, ich mache mich auf den kurzen Fußweg zur Fleetinsel. Es nieselt. Dort angekommen finde ich sofort den Mann, sage seinen Kollegen Hallo und hole mir erstmal was zu essen – Champignons mit Knoblauchsoße als Grundlage. Dann gibt es einen Becher Feuerzangenbowle (ich bin Glühweinverweigerer). Der Mann hatte schon ein paar mehr davon und ist ausgelassen. Als sich die Runde auflöst hole ich noch eine Tüte überteuerte Maronen für den Weg und versuche den Mann Richtung Jungfernstieg zu lenken. Wir schaffen es, finden die S-Bahn, steigen rechtzeitig um und aus, laufen durch den Niesel und sind gegen 22:00 zuhause.

Der Mann ist nicht mehr aufnahmefähig und schläft, während ich das hier tippe, sofort auf bzw. halb neben dem Sofa ein, den Kopf auf meinem Knie, es ist nur so mittelbequem. Ich werde gleich mal versuchen, ihn irgendwie ins Schlafzimmer zu kriegen und vielleicht selbst noch ein paar Seiten lesen. Gute Nacht!

 

 

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