Tagebuchbloggen am fünften Dezember 2016

Es ist der fünfte Dezember. Ein guter Tag zum Tagebuchbloggen – das letzte Mal in diesem Jahr!* Die anderen Tagebuchblogger wie gewohnt bei Frau Brüllen.

Der Wecker klingelt und reißt mich mitten aus der Tiefschlafphase. Zugegebenermaßen war das Wochenende und insbesondere der Sonntag sehr entspannt, kein Grund also eigentlich, nicht ausgeruht zu sein. Ich drehe mich solange rum, bis der Mann ungeduldig wird (er ist schon vor einer Weile aufgestanden und hat sich fertig gemacht, gefrühstückt und sogar schon Gitarre gespielt (oder hab ich das geträumt?). Er öffnet das 5. Adventskalenderpäckchen – heute ist Schnaps drin. Zwei Lütte, denn ich will ja auch was davon haben. Aber noch nicht vor dem Frühstück.

 

Ich mache mich schnell fertig, schnappe mir eine Banane und zwei Clementinen für den Weg und sitze halb wach, halb schlafend im Auto, während der Mann die Scheiben vom Eis befreit. Auf der Fahrt google ich die besten Tipps gegen INNEN vereiste Frontscheiben. Angeblich hilft Zeitungspapier, abends aufs Armaturenbrett gelegt. Oder eine mit Katzenstreu gefüllte Socke. Hab ihr dazu noch mehr Tipps? Am besten welche, bei denen man nicht erst eine Zeitung abonnieren oder ein Haustier anschaffen muss? Dann ab damit in die Kommentare. Danke!

 

Im Autoradio läuft seit einer Weile nur noch 917xfm und da läuft erstaunlich gute Mucke. Zum Beispiel  „Love is not Control“ von To kill a King.

 

Ich bin gegen halb 10 im Büro und mache mir erstmal einen Kaffee. Dabei drehe ich die Anzahl der Bohnen auf die Maximalstufe (vier) um möglichst viel Koffein abzubekommen. Ich muss aber recht schnell den zweiten nachschütten, so schlimm ist das heute. Außerdem kann ich Türchen 3, 4 und 5 vom Adventskalender öffnen und zum Kaffee Schoki dazuwerfen. Am Vormittag gibt es einen kleinen Stromausfall, leider nicht lang genug, um nach Hause zu gehen, aber lang genug um Panik zu bekommen: die Kaffeemaschine funktioniert schließlich auch nicht ohne Strom… Ich hangle mich von 11.15 bis 13.15 durch unterschiedliche Termine. Dann hole ich mir endlich was zum Mittagessen, es gibt Salat. Draußen scheint die Sonne und der Hafen liegt in winterlichem Dunst, sehr hübsch, aber ich vergesse, davon ein Foto zu machen. Ich esse schnell im Büro, denn ich muss vor meinem nächsten Termin noch etwas fertig bekommen.

 

Das letzte Weihnachtsgeschenk (für Mutti) kommt an. Es sind zwei Kupferbecher für Moscow Mule, dazu besorge ich noch eine Flasche von dem guten Ginger Beer. Alkohol sollte bei meinen Eltern vorrätig sein.

 

Ich muss schnell vor meinem nächsten Termin noch was wegarbeiten und sehe Listen durch, bis mir schwindlig wird. Mir fallen zwischendurch siedendheiß Dinge ein, die ich nicht vergessen sollte und ich schreibe mir Post Its, wie so ein Offliner. Verflucht, das wollte ich doch lassen und stattdessen konsequent und digital mit meinem To Do Liste Tool arbeiten. Vorher müsste ich aber erstmal die ganzen Zettel digitalisieren. Das mache ich morgen, ganz bestimmt!

 

Denn jetzt muss ich erstmal in meinem nächsten 90 Minuten Termin. Danach setze ich mich wieder an meine Listen. Ich muss mich ein bisschen beeilen, damit ich fertig werde bevor ich um 19.00 abgeholt werde.

 

Weil der Montag so anstrengend war, fahren wir ohne Zwischenstopp beim Fitti direkt zum Supermarkt und dann zu mir nach Hause. Zum Abendbrot gibt es zur Abwechslung mal wieder Brot. Dazu diverse Käsesorten, Veggie-Aufschnitt und Veggie-Frikadellen, Caprese, Rote Bete, Trauben, Mandarinen und zweierlei Sorten Brot.

 

abendbrot canasta

 

Nach dem Essen spielen wir, wie die letzten Abende auch, Canasta. Dazu habe ich eine der wenigen Cds eingelegt, die ich noch besitze, nämlich eins meiner alltime favourite Alben: Nirvana MTV Unplugged in New York.Heute läuft es leider nicht so gut für mich und in der letzten Runde verliere ich haushoch. Spaß gemacht hat es aber trotzdem und bis es die neue Staffel The Man in the High Castle gibt auch eine sehr gute Winterabendbeschäftigung.

 

Während ich diesen Beitrag hier zu Ende tippe ist die Musik aus, es ist 23.45 und der Mann ist gerade auf dem Sofa eingeschlafen. In diesem Sinne: gute Nacht!

 

 

*P.S.: mein fünfter Januar, FebruarApril, Juni, Juli, August, September, Oktober in diesem Jahr

2 Kommentare

  • Innen vereiste Scheiben sind kacke, ich hab da auch immer mit zu kämpfen.
    Es gibt so Trockungssäcke (quasi das, was oft bei neuer Kleidung bei liegt, aber in groß) im Baumarkt zu kaufen. Die helfen ganz gut, weil sie die Feuchtigkeit rausziehen. Und soweit ich weiß, kann man die nach ner Zeit zuhause auf die Heizung legen, dann sind sie wieder „wie neu“.
    Wenns ganz schlimm ist, nen richtigen Luftentfeuchter reinstellen.
    Euer Abendessen sieht schön gemütlich aus. Hier hat der männliche Esser meistens nicht die Ruhe (oder stirbt fast vor Hunger), dass er sich die Brote im stehen in der Küche reinschiebt :-D
    Liebe Grüße, Denise

  • Tin sagt:

    Die Trocknungssäcke haben denselben Effekt wie die Socke voller Katzenstreu ;-). Ich lege mir morgens ein oder zwei Wärmflaschen (mit wirklich heißem Wasser gefüllt) aufs Armaturenbrett, vorzugsweise 5-10 Minuten, bevor ich losfahre. Das funktioniert ziemlich gut, die Scheibe beschlägt an den angewärmten Stellen nicht mehr von innen.
    Gruß, Tin

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