Tagebuchbloggen am 5. Oktober 2017

Wie immer am 5. treffen wir uns zum gemeinsamen Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen. Ein regnerischer Arbeitstag ohne besondere Vorkommnisse. Noch nicht mal ein Foto habe ich gemacht, bei dem oben handelt es sich um ein Archivbild vom 5.10.2014. Aber bei WMDEDGT geht es ja nicht um spannend oder nicht. Also los:

Der Tag beginnt heute eine halbe Stunde früher als sonst, der Wecker klingelt um 7. Es ist der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub, es regnet, es ist viel zu tun. Ich kann noch ein paar Minuten liegen bleiben bis der Mann mich weckt und ins Bad schickt. Ich mache mich fertig, koche Kaffee und schmiere mir das restliche Eckchen Baguette von gestern für unterwegs.

7:45 sitzen wir im Auto, heute nehmen wir mal eine andere Strecke zur Arbeit, wir versuchen den Stau zu umfahren. Währenddessen sagt meine Mittagsverabredung spontan ab (er will wegen Regen lieber in die Kantine gehen) und ich muss mich also irgendwie anderweitig kümmern. Schade, dass ich nicht in die Kantine gehen kann und wegen der Verabredung auch nichts von zuhause mitgenommen habe.

Ich bin recht früh im Büro, das ist auch gut so, denn ich muss vor meinem ersten Termin noch etwas dringendes erledigen.  Leider enthält der Export, den ich benötige, keine Daten – also suche ich nach einer zufriedenstellenden Zwischenlösung um wenigstens irgendwelche brauchbaren Infos rauszuschicken. Derweil ruft mein Chef an, er steht im Stau (er hat ihn wohl nicht umfahren können…), die nachfolgenden Termine verschieben sich auf unbestimmte Zeit nach hinten. Ich hole mir einen Espresso und nutze die gewonnene Zeit bis zum ersten Termin für Fleißarbeiten. Dafür gibt es sogar ein Lob aus der Buchhaltung.

Der Chef trifft ein und der Termin kann losgehen. Direkt im Anschluss der nächste Termin, ich kann direkt im Besprechungsraum sitzen bleiben. Eine Telko, bei der ich aber mehr zuhören als sprechen muss, deswegen schaffe ich es, währenddessen besagten Export nochmal zu ziehen – dieses Mal mit Daten. Ich schaffe es außerdem noch rechtzeitig bei der Essensbestellung dabei zu sein und bitte den Kollegen um ein Thai Curry mit Tofu. Leider zu früh gefreut –  der Lieferdienst macht uns einen Strich durch die Rechnung – frühestens 14.00 könnten sie uns was bringen. So lange überlebe ich nicht ohne Essen, deswegen bestellen wir nicht, sondern schlagen uns durch den Regen zum Inder. Es gibt eine ziemlich großzügige Portion Kichererbsencurry und zur Feier des Tages ne Cola dazu.

Zurück im Büro starte ich den Übergabemarathon. Noch diverse Termine mit unterschiedlichen Kollegen, viele Emails, lang aufgeschobene Kleinigkeiten, die aber ganz gut wären, vor dem Urlaub noch erledigt zu werden. Ich komme gut durch und schwupps ist es auf einmal 18.00 Uhr. Durch Regen und Sturm  gab es einige Ausfälle bei den Bahnen,  aber der Mann holt mich netterweise von der Arbeit ab. Notebook nehme ich mit, ein paar Sachen will ich zuhause noch zu Ende bringen.

Wir halten unterwegs beim Supermarkt. Wir „müssen“ heute Tortellini essen, die halten nämlich nicht bis wir wieder aus dem Urlaub zurück sind. Ironischerweise müssen wir aber noch eine Packung dazu kaufen, weil eine nicht reichen könnte (Anm.: ich hätte ja keine neue Packung gekauft, sondern im Falle des Hungers noch ne Scheibe Brot gegessen). Mir persönlich würde es reichen, einmal die Woche einen Supermarkt zu betreten, ich mache das nicht besonders gern.  Deswegen darf ich sitzen bleiben. Und ich konnte durchsetzen, dass ich die Sauce selbst koche und wir keine fertige kaufen. Ich nutze die Zeit und gucke ein paar Instastories bis der Mann mit Tortellini und Wein zurück kommt.

Jetzt aber schnell nach Hause. Da sieht es  wüst aus, der Sturm hat ganz schön gewütet und ich finde nicht nur abgeknickte Äste, sondern auch einen Dachziegel auf dem Weg zur Eingangstür.

Auf dem Sofa schmeiße ich nochmal schnell das Notebook an und schreibe eine letzte Übergabemail, beende noch zwei kleine Sachen und stelle meine Abwesenheitsnotiz ein. Fertig – 19:45.

Der Mann schmeißt eine Ladung Wäsche an und ich koche aus den Tomaten, die hier noch liegen, einer Zwiebel, Knoblauch, Chili, Kapern und Oliven eine leckere Sauce, mache viel zu viele Tortellini und räume in der Zwischenzeit die Spülmaschine aus und wieder ein und putze die Küche.

Essen gibt es vor dem Fernseher, danach fallen wir in ein Fresskoma, schauen eine Minimalismus-Doku auf Netflix und irgendwann hängt der Mann Wäsche auf. Ich mache mir eine Folge Friends an, der Mann spielt irgendwo in der Wohnung Gitarre, ich tippe diesen Beitrag.

Heute passiert nix spannendes mehr, morgen wird gepackt und dann sag ich erstmal Ciao für 2 Wochen. Auf instagram nehm ich euch mit nach Italien, wenn ihr Lust habt.

 

P.S.: 2016, 2014

 

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