Tagebuchbloggen am 5. Februar

Liebes Internet,

es ist der fünfte Februar und das bedeutet: Tagebuchbloggen.

Ich wache vom Weckerklingeln auf und bin eigentlich gar nicht so müde wie sonst. Deswegen dreh ich mich auch nur noch einmal rum zum snoozen. Allerdings komme ich auch nicht sofort aus dem Bett – ich habe kalkuliert, dass ich locker noch eine Viertelstunde liegen bleiben kann, ohne in zeitliche Bedrängnis zu kommen. Also gucke ich noch im Bett aus dem Smartphone den Rest der Kuttner plus zwei Sendung, die ich gestern abend angefangen hatte. Gäste waren Annette Frier (ich mag besonders ihre Gastauftritte in „Pastewka“) und Stefan Niggemeier (u.a. BILDblog). Sehr schön. Ich mag Sarah.

Ich stehe auf, mache mich fertig, lege Nüsse für Kurt raus und koche mir einen Kaffee, den ich auf dem Weg zur U-Bahn trinke. Ich verschicke völlig unironisch einen Kuss-Emoji an einen Mann und wundere mich über mich selbst.

Im Büro zeichne ich ein paar Rechnungen ab und bearbeite ein paar Mails. Eine Sache zwecks Personalbeschaffung muss auch noch geklärt werden. Ich entdecke, dass das Poster, das gestern noch an der Bürotür von mir und meinem Kollegen hing, nun an meiner Schreibtischumrandung klebt. Der Grund erschließt sich mir schnell: heute kommt ein Kunde zum Termin und der muss ja nicht wissen, dass ich die Weltherrschaft plane. Fair enough.

weltherrschaft

Derjenige, der behauptet hat, dass es keine dummen Fragen gibt, soll bitte mal einen Tag meinen Job machen. Es ist noch ein weiter Weg bis zur Weltherrschaft…

Mittags mache ich mich durch den Niesel auf den Weg in die Hafencity, dort bin ich mit einem Freund zum Mittagessen verabredet. (Ich hasse es übrigens, wenn mir jemand vorschlägt, dass man sich ja mal zum „Lunch“ treffen könnte. Noch schlimmer: „zum lunchen“.) Es gibt vegetarischen Flammkuchen von den supernetten Flammkuchenjungs. Danach stapfen wir noch ein bisschen durch den Regen und gucken uns das Innenraum-Modell der Elbphilharmonie an.

Bevor es zurück ins Büro geht, hole ich mir beim Bäcker noch einen Berliner – denn es liegen lange Termine vor mir, da brauche ich ein bisschen süße Unterstützung.

Ich bin von 14.00 bis 18.00 durchgängig in Terminen, die zwar gut, aber auch anstrengend sind. Danach noch ein bisschen Organisatorisches. Ich esse kurz vor Feierabend noch meine Freitagsbanane (Mein Kollege mit vier-Tage-Woche schenkt mir fast jeden Donnerstag die Banane, die er sich Montags aus dem Obstkorb geholt und nicht gegessen hat. Da es bereits ab Mittwochs keine Bananen mehr gibt, bin ich also die einzige Person in der Firma, die Freitags eine Banane essen kann. Läuft bei mir.).

Kurz nach 19.00 mache ich mich auf den Weg nach Hause – ich muss noch einkaufen gehen, denn morgen kommt meine Freundin C. zum Frühstücksbesuch. Und irgendwas zum Abendbrot wäre auch nicht schlecht. Ich mache also auf dem Heimweg einen Umweg zum Sky und kaufe Gemüse, Obst, Saft, Milch und Käse. Und die letzte Tafel Marabou Salzlakritz. Jaja, ich wollte keine Schokolade mehr kaufen dieses Jahr, ich weiß. Aber die ist quasi ein Geschenk. Also zumindest zur Hälfte. Gildet also nicht.

Gegen 20.00 bin ich zuhause und koche mir Spaghetti mit Resten aus dem Kühlschrank und räume währenddessen die Spülmaschine aus und wieder ein. Gegessen wird auf dem Sofa mit Glotze an: ich ziehe mir die erste Folge „The Blacklist“ auf Netflix rein. Gefällt mir sehr gut, freue mich schon sehr aufs weitergucken. Aber nicht mehr heute. Ich möchte bitte nur noch drei Dinge: Badewanne, Lesen, Schlafen. Die Woche war sehr anstrengend.

Ich liege also erst schön lange in der Badewanne statt das Bad zu putzen. Stattdessen hoffe ich, dass die liebe C. morgen nicht so genau hinschaut. Ich bin so fertig, dass ich mich um 22.00 mit meinem Buch ins Bett lege statt wie geplant das Wohnzimmer aufzuräumen. Das hab ich mal eben auf morgen früh verschoben.

Im Bett lese ich weiter in Karen Köhlers Wir haben Raketen geangelt (Amazon Partnerlink) – ich habs ja sonst nicht so mit Kurzgeschichten, aber diese sind ganz wunderbar. Große Empfehlung!

Und jetzt, um kurz nach dreiviertel elf an einem Freitagabend, mache ich was ganz verrücktes: Licht aus und schlafen. Gute Nacht!

Kategorien: Allgemein

Sag doch was!

%d Bloggern gefällt das: