Tagebuchbloggen am 5. August 2017

Zack, schon wieder ein Monat vorbei. Auf zum monatlichen Tagebuchbloggen! Wieso, weshalb, warum? Frau Brüllen erklärt und sammelt.

Ich wache um 8.17 Uhr auf. Da ich schon vor Mitternacht im Bett war, war das ungewöhnlich viel Schlaf. Aber Umzugsvorbereitungen parallel zur normalen Arbeitswoche schlauchen einfach… Ich bleibe noch ein bisschen im Bett und bereite mich mental auf den Tag vor. Aber erstmal Frühstück. Ich röste mir zwei Scheiben Toast in einer Pfanne (der Toaster wurde vor ein paar Tagen umzugsbedingt ausgemustert) und esse Marmeladen-Pfannen-Toast und ein bisschen Obst. Irgendwie habe ich keinen Kaffeedurst heute, der fällt heute mal aus.

Nach dem Frühstück werfe ich mich in Jogginghose und Katzenshirt und räume ich ein bisschen in der Küche auf, packe einen Karton mit Küchensachen, die nicht akut wichtig sind und schmeiße parallel die Waschmaschine und die Spülmaschine an. Ich nehme dann aber erstmal die Abstellkammer in Angriff. Manche Sachen gehen sehr schnell, bei anderen Dingen muss ich erst noch sortieren. Zum Beispiel den großen Stapel Bedienungsanleitungen von Geräten, die sich längst nicht mehr in meinem Besitz befinden. Oder den Werkzeug-Schuhkarton. Schnell sind zwei Kartons voll, aber die Kammer noch nicht ganz leer. Ich räume erstmal ein bisschen in der Küche weiter, hänge die Wäsche auf, räume die Spülmaschine aus und gönne mir zur Belohnung eine Fritz Limo.

Ich beschließe, erstmal im Wohnzimmer weiterzumachen – dort kann ich gleichzeitig meinem guilty pleasure frönen: ich liebe die wöchentliche Zusammenfassung der Küchenschlacht im ZDF. Das geht gut neben Kisten packen, genau wie die Folge Shopping Queen danach. Zwischendurch facetime ich mit dem Mann um ein Status Update zu geben. Er ist gerade in der neuen Wohnung, ich wollte auch kommen, muss aber noch auf den DHL Mann warten. Der Mann überrascht mich damit, dass er die Bücherregale in unserem „Zwischenraum“ bereits alle aufgebaut hat.

Kurz nachdem wir aufgelegt hatten klingelt es an der Tür und der DHL Mann bringt mir unseren neuen Küchentisch. Dann kann ich ja jetzt los. Ich springe kurz unter die Dusche, ziehe mir was Ordentliches an und suche ein paar Sachen zusammen, die ich mitnehmen will. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: zwei Fußmatten für die neue Wohnung, einen Handtuchhaken, eine Bohrmaschine, die passenden Bohrer, Schraube und Dübel, einen Duschvorhang und einen kleinen Spiegel. (Ich habe übrigens wirklich einen Koffer gepackt, ist einfach am besten zu transportieren). In meinen Jutebeutel (Sommerhandtasche) packe ich noch Portemonnaie, Buch und Schlüssel. Dann los. Das mit dem Bus wird nix, der hat massiv Verspätung sagt meine App. Ich entscheide mich also für den Fußweg zur U-Bahn, kaufe an der Station noch Franz- und normale Brötchen zwei Laugenstangen und fahre mit der U3 zum Berliner Tor, dort steige ich um. Leider hat auch die S-Bahn 10 Minuten Verspätung, so dass ich ziemlich lang am Bahnsteig sitze. Dann kommt aber die S21 und ich kann eine Weile sitzen und lesen bis ich bei der Endstation aussteige. Mit mir erstaunlich viele andere Menschen. Die meisten haben Wanderschuhe an oder ein Fahrrad dabei. Ausflüger. Ha! Ich wohne hier bald!

Kurzer Fußweg, ich begegne vier Menschen, alle grüßen. So ist das auf dem Dorf. In der Wohnung angekommen begrüßt mich auch der Mann, ich bewundere sein Werk (er hat eine Bibliothek gebaut!) und wir schmieren uns erstmal Laugenstange und Brötchen. Die essen wir draußen auf der Terrasse und entspannen kurz.

Der Mann baut Vitrinen auf, ich lege die neuen Fußmatten aus. Dann stelle ich fest, dass ich zwar den richtigen Duschvorhang bestellt, aber den falschen geliefert bekommen habe. Der muss leider zurück, mit dem Altbaubad benötigen wir einen extralangen Duschvorhang.

Wir hängen im Arbeitszimmer zwei Vitrinen auf, ich übernehme das Bohren. Das mache ich eigentlich ganz gern – aber nur, wenn ich dabei nicht Gefahr laufe, eine Stromleitung zu treffen (gebranntes Kind…). Es ging aber alles gut und erstaunlicherweise bekommen wir es ziemlich gerade hin, sagt zumindest die Wasserwaagen-App.

Ich würde gern weiter bohren und im WC den Handtuchhaken aufhängen, aber dort ist keine Steckdose und wir haben kein Verlängerungskabel. Hmpf. Dann hänge ich wenigstens noch schnell den Spiegel auf, dem reicht ein Nagel.

Ich finde im Kühlschrank noch ein Radler, das ich auf der Terrasse trinke, der Mann finalisiert derweil die Vitrinen. Dann räumen wir zusammen und der Mann fährt erst mich nach Hause und dann sich selbst. Vorher gebe ich ihm noch ein paar Umzugskartons mit –  ich brauche vermutlich nicht alle, er braucht dafür alle, die er kriegen kann. Inzwischen ist es 20.00 Uhr.

Ich nehme eine große Tasche Pfandflaschen mit zum Supermarkt und kaufe was Essbares für morgen.
Zuhause esse ich Chips statt Abendbrot und setze mich ein bisschen vor Netflix. Irgendwie kann ich mich aber nicht wirklich entscheiden, worauf ich Lust habe. Also mache ich etwas, das ich schon lange nicht mehr gemacht habe: ich lege mich in die Badewanne. Dort lese ich mein Buch zu Ende. Dann gehts ins Bett und ich tippe diese Zeilen.

Gute Nacht!

P.S.: der fünfte August letztes Jahr und vor drei Jahren

Sag doch was!