Tagebuchbloggen am 5. April

Gestern hatte ich mir vorgenommen, endlich mal wieder zu bloggen. Schließlich war der Fünfte, das ist ja immer ein guter Anlass, mal ein bisschen tagebuchzubloggen.

Jedenfalls war ich morgens noch so motiviert wie ich morgens eben sein kann, mein spektakulärer Tag startetet mit einem Zahnarzttermin (alles gut), einem köstlichen Mittagessen und kurz danach setzte die Migräne ein. Ich hatte sie schon erwartet, einmal im Monat, es war wieder so weit. Zum Glück heute und nicht morgen, dachte ich noch. Ich versuchte es mit ignorieren, das hat nur so mittelgut geklappt. Bürotür zu (wegen Geräuschen), Brille ab, koffeinhaltige Getränke. Nutze alles nichts, irgendwie hab ich mich bis zum Feierabend dann doch durchgewurschtelt, schließlich eine sehr kurze Woche für mich (Amsterdam, ich komme!) und ich musste noch was wegschaffen und, noch schlimmer, in Besprechungen Sachen besprechen. Ich erregte immerhn so viel Mitleid, dass der Großteil der Besprechung auf heute vertagt wurde und konnte mich auf den Nachhauseweg machen. Ich kam auf die wahnwitzige Idee, wenigstens noch einkaufen zu gehen auf dem Heimweg. Wie so ein Zombie schlich ich durch Edeka, dann schnell nach Hause, Cola* trinken, ins Bett legen, warten. Als es etwas besser war habe ich gegessen, mich in die Badewanne gelegt und mein Buch zuende gelesen. Scheinbar hatte ich die schlimmste Zeit der Migräne-Attacke schon auf der Arbeit erlebt, das hat auch was für sich. Ich las also endlich „To kill a mockingbird“ zuende, großartig! Ich dachte irgendwann, ich sollte es mal lesen, kaufte mir dann irgendwann ein günstiges Paperback und legte es auf einen Bücherstapel. Dann passierte ziemlich lange nichts. Als im Februar Harper Lee starb, erinnerte ich mich wieder und fing endlich an. Es lohnte sich sehr. Ich google noch schnell, warum der Vogel auf Deutsch eine Nachtigall ist. Raus aus der Wanne war ich wieder fit genug, ein paar Runden Quizduell zu spielen. Schnell wurde noch nebenbei die Küche aufgeräumt und schon mal der kleine Koffer für Amsterdam gepackt, zumindest grob, es ist ja noch ein paar Tage hin.

Ich überlegte mir noch, was ich als nächstes lesen könnte, vielleicht mal was auf Deutsch. Auf meinem Stapel lag Alex Capus, Léon und Louise. Das hatte ich mir mal gebraucht besorgt, nachdem Herr Buddenbohm immer so von Capus schwärmte. Ich legte es also zu meinem Amsterdamgepäck, neben das Sudokuheft. Es gibt ja wenig besseres für Bahnfahrten und Flüge, als Sudokus zu lösen. Echt, probiert das mal. Aber schön schwere, sonst bringt das nichts.

Ich las vor dem Einschlafen noch kurz das Internet leer, denn wegen Cola und dem Migräneschlaf am frühen Abend war ich natürlich noch nicht müde… irgendwann gegen 1.30 machte ich dann aber doch die Augen zu.

 

*ich bilde mir immer ein, dass Cola mir hilft bei Migräne. Am besten die mit ganz viel Koffein und auch unbedingt Zucker, sonst bringt das alles nix.

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