Tagebuchbloggen am 5. Oktober

Weil es das vorletzte Mal so viel Spaß gemacht hat und ich dieses Mal nicht im Urlaub bin, bin ich diesen Monat wieder dabei, wenn Frau Brüllen fragt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“.

5. oktober

Meine Handy-Sleeptracker-App weckt mich kurz nach acht. Das ist für Sonntag NICHT üblich, aber ich war früh genug im Bett um auf mehr als 7,5 Stunden Schlaf zu kommen und um mich auf morgen vorzubereiten (wo ich früher raus muss als Montags üblich) fange ich den Sonntag einfach mal früher an als sonst. Mit Smartphone Gedaddel und aufwachen bin ich dann gegen 9 auch endlich aufgestanden. Ich mache mir erstmal einen Tee (Irgendwie ist mir in letzter Zeit nicht so nach Kaffee. Könnte am blöden Schnupfen liegen) und einen großen Obstsalat mit ein paar gehackten Walnüssen. Während des Frühstücks schaue ich 1,5 Folgen „Orange is the new black“.

Um kurz vor elf suche ich erstmal das Ersatz-Netzteil von meinem Job-Notebook, denn ich muss noch etwas für einen Termin morgen vorbereiten. Ich hatte eine ungefähre Ahnung, wo ich suchen muss und dort war es dann auch tatsächlich. Dann brauche ich noch eine Maus, denn wer schonmal versucht hat, eine Powerpoint Präsentation nur mit dem Touchpad schön zu machen, der weiß, was das für ein Krampf ist. Ich finde eine, lege eine Platte auf (Frank Turner) und verwandle den Esstisch in eine Kommandozentrale mit Macbook und Windows-Notebook. Während Windows nämlich noch 67 Updates installieren muss kann ich ja parallel schon mal diesen Blogbeitrag beginnen. Nachdem Windows endlich soweit ist arbeite ich ein bisschen vor mich hin, die Schallplatte ist aus und ich switche auf Spotify, weil ich zu faul bin aufzustehen. Ich stehe dann doch irgendwann auf und mache mir noch einen Tee. Nachdem der getrunken ist bin ich mit der Präsentation zumindest vorerst zufrieden, klappe beide Notebooks zu und der Tag kann endlich richtig beginnen. Raus aus Schlafanzughose und Schlabberpulli und rein in etwas, was zwar nicht schick ist, aber in dem ich zumindest vor die Tür gehen kann.

Ich verlasse um 13.00 das Haus und spaziere bis zum botanischen Sondergarten. Unterwegs sehe ich mehrere Eichhörnchen, Wildgänse, Enten und einen Graureiher. Nach zwei Stunden bin ich wieder zuhause und mache mir zum Mittagessen ein Sandwich und schaue die angefangene OITNB Folge zuende. Mein Schnupfen meldet sich und ich bekomme Kopfschmerzen, deswegen liege ich besser ein wenig auf dem Sofa rum und leide still. Im Livestream von Radio eins höre ich die Radioshow von Olli Schulz und Jan Böhmermann. Ich arbeite noch eine halbe Stunde an den letzten Zügen der Präsentation für morgen und klappe das Job-Notebook hoffentlich für heute endgültig zu. Gegen 18.00 klingelt das einzige Mal in der Woche das Festnetztelefon – meine Eltern rufen an. Wir plaudern eine Viertelstunde über Fußball, Kürbisgerichte, Bücher und das Wetter. Danach schiebe ich den Spagehttikürbis in den Ofen, den ich später gefüllt essen will. Meine Kopfschmerzen sind schlimmer geworden und ich überlege, ob ich vielleicht Fieber habe. Nach einer Stunde hole ich den Kürbis aus dem Ofen, löse das Fruchtfleisch und mache daraus mit Käse einen Kürbisauflauf.

Im Fernsehen läuft das perfekte Promidinner in der Bachelor-Edition. Oh mein Gott. Lange halte ich das nicht durch… Nervensäge Paul, der andere Knilch (der mit den dunklen Haaren) und die Tante aus der Bachelorette, die immer so wahnsinnig intensive Gefühle für alle hat und noch eine aus der ersten Staffel, die ich nicht kenne. Meine Kopfschmerzen werden schlimmer, dieses Mal liegt es definitiv am TV-Programm. Ich stelle die Spülmaschine an und lasse mir ein Bad einlaufen.

Während die Wanne voll läuft, suche ich ein Outfit für morgen. Am nervigsten ist die Schuhfrage, in diese Richtung muss ich dringend mal nachrüsten. Ich entscheide mich für eine schwarze Jeans, ein graues Shirt und einen schwarzen Blazer und suche mir ein passendes Tuch aus dem Korb mit den 1000 Tüchern. Tasche ist einfacher als Schuhe – die, in die das Notebook passt. Die packe ich aber erst morgen.

Mir fällt ein, dass ich meinen Kindle immer noch nicht aufgeladen habe, also nehme ich mir Ersatzweise ein echtes Buch mit in die Badewanne. Peter Høeg – Der Plan von der Abschaffung des Dunkel. Das hab ich in meiner Jugend mal gelesen, dann vergessen, neulich ist es mir dann gebraucht in die Hände gefallen. Weil die Erkältungssymptome sich nicht verflüchtigt haben mixe ich mir ein Lemsip – das Medikament schlechthin aus England. Ein ekelhaft schmeckender Paracetamol-Cocktail, der aber bewirkt, dass es mir nach dem Bad etwas besser geht.

Es ist 22:00 und ich stimme mit meinem Chef letzte Details für morgen per sms ab. Wenn ich hiermit fertig bin, verlagere ich mich vom Sofa ins Bett. Den Wecker stelle ich auf 7:00 und hoffe auf spontane Genesung.

Gute Nacht!

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