Schottenrock

Innerhalb weniger Tage habe ich nun gleich zwei schottische Bands in Hamburg live gesehen. Und ich muss ja dazu sagen, dass ich den schottischen Akzent wunderschön finde*. Könnte ich den ganzen Tag hören. Deswegen wäre es mir eigentlich ganz recht gewesen, wenn die Bands mehr mit dem Publikum gesprochen hätten. Biffy Clyro haben leider viel Deutsch gesprochen, bei Frightened Rabbit** dagegen gab es schon etwas mehr schottisch :)

Frightened Rabbit Biffy Clyro

Letztere hatten witziges Merchandise dabei: neben den obligatorischen T-Shirts und Jutebeuteln gab es Tea Towels und das Notizbuch, das auf dem Cover des aktuellen Albums „Pedestrian Verse“ abgebildet ist. Dafür gab es keine Platten. Hmpf. Naja, das führte immerhin dazu, dass ich nach sehr sehr langer Zeit mal wieder eine CD gekauft habe (allerdings zum Verschenken). Das Knust war ziemlich voll, es gab sogar einen Graben vor der Bühne und Bier in Plastikbechern. Trotzdem konnten wir einen guten Platz in der erste Reihe einnehmen und hatten super Sicht auf die Band. Ein toller Abend, vor allem die zweite Hälfte des Konzerts hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Noch größer wurde es dann gestern bei Biffy Clyro. Seit ich sie zuletzt im (tollen!) Gruenspan gesehen habe sind fast genau vier Jahre vergangen. Nun also die Alsterdorfer Sporthalle. Da ich den Februar durch meine Thailand-Reise den Gig in der Großen Freiheit verpasst hatte, musste ich nun in den sauren Apfel beißen. Aber es bleibt dabei: mit der Halle werde ich einfach nicht warm. Die Atmosphäre geht gegen Null und die Akustik, naja. Allerdings sind die Mitsing-Nummern natürlich deutlich beeindruckender bei so vielen Menschen. Biffy waren super, aber die Halle… hm. Und ein paar Reihen vor uns stand jemand, der ein großen Pappherz hochgehalten hat. Ein Pappherz. Hallo? Geht’s noch? Wir sind doch nicht bei einem Take That Konzert. Umso großartiger, dass es nicht allzulange gedauert hat, bis ein leerer Bierbecher von hinten gegen das Herz flog. Und ich schwöre, ich wars nicht (auch wenn ich Idee und Ausführung voll und ganz unterstütze). Nachdem es dann noch dem knutschende Pärchen vor mir zu unromantisch und rempelig wurde, hatte ich dann auch gute Sicht auf die riesige Bühne. Nichtsdestotrotz: ich halte mich weiterhin lieber an die kleinen Clubkonzerte. Aber für The Biff mache ich Ausnahmen.

*Ich empfehle Gleichgesinnten dringend den Film „Salmon Fishing in the Yemen“ mit Ewan McGregor, im O-Ton natürlich ;)
** Danke nochmals, liebe Fee, für den tollen Tipp!

5 Kommentare

  • Ich muss ja gestehen, dass ich Simon auf Konzerten kaum verstehe. Liegt wohl am schottischen Akzent ;) wobei er ja auch noch extrem nuschelt, find ich
    Ich glaube du bist mit deinen zig Club-Konzerten einfach verwöhnt ;) Ok, hätte ich so viele tolle Konzerte in kleinen Clubs in unmittelbarer Umgebung, würde ich vermutlich auch auf so viele solcher Konzerte gehen. Ich mag ja Locations in Hallen mit Industriehallen-Flair auch sehr gerne (E-Werk & Palladium in Köln zum Beispiel). Und ich wäre von Biffy in der Mitsubishi Electric Halle vermutlich auch nicht sooo begeistert gewesen, wenn wir nicht im 1. Bereich gestanden hätten – damit hatte ich ja gar nicht gerechnet! Hach… Es war so schön…. :)
    Liebe Grüße nach HH,
    Denise

  • Nike sagt:

    Ich war ja noch nie in der Sporthalle auf´m Konzert, aber der Groszer stöhnt auch schon immer auf, wenn seine Lieblingsbands dort spielen : )
    Biffy Clyro ist ja meien Welt nicht unbedingt, aber Schotten gehen ganz gut. Vielleicht sollte ich mir also Salmon Fishing in the Yemen endlich mal ansehen. Oder halt einfach mal wieder Trainspotting.
    Grüße zu Dir rüber
    Nike

  • Danke für deinen Kommentar, und jaaa, was für eine tolle Band <3

  • […] ich weiß, ich habe neulich noch groß rumgetönt, dass ich so große Konzerte eigentlich nicht mag und lieber in kleine Clubs gehe… Stimmt auch. Eigentlich. Aber wenn es eben nicht anders […]

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