Meine völlig subjektiven Rom Highlights (und Flops)

Bevor ich mich am Freitag auf meine nächste Reise begebe noch ein Nachtrag zu Rom, ist ja schließlich schon ein paar Tage länger her, aber während der schon lange nicht mehr gesehene Hamburger Nieselregen zu Besuch ist, passt es doch ganz gut, sich gedanklich in den italienischen Spätsommer zurückzubegeben. Rausgekommen sind dabei ein paar völlig subjektive Highlights und eine Sammlung fotografischer Eindrücke (mehr gibts in meinem Instagram Feed). Am besten gießt ihr euch schonmal ein Glas Rotwein ein und macht es euch gemütlich, es könnte etwas länger dauern ;)

  • Lieblingspizza: Radicchio e Gorgonzola
  • Lieblingspasta: Spaghetti Cacio e Pepe (Käse und Pfeffer. So einfach, so gut!)
  • Lieblingseis: Ricotta e Pistachio. Und zwar in dieser Eisdiele. 6 Tage lang. Praktischerweise nur 2 Minuten von unserem Appartment mit Dachterrasse entfernt. Nun ist es so, dass ich eigentlich gar nicht so ein großer Kugel-Eis Fan bin. Eine Lieblingssorte hab ich trotzdem: Pistazie. Leider ist das in Deutschland meist überhaupt nicht lecker, aber in Rom habe konnte ich richtig zuschlagen. Pistazieneis. Mit Stückchen. Und dazu die frische ganz leicht säuerliche Ricotta-Note… ein Traum.
  • Lieblingsvorspeise: Zucchini in Bechamelsauce mit Käse überbacken. Leider (oder zum Glück?) erst am letzten Tag entdeckt. In der Osteria Numero 6 in Trastevere haben wir zweimal ausgesprochen gut gegessen. Beim zweiten Mal wurden wir direkt wiedererkannt und besonders herzlich empfangen. Dort gibt es auch oben erwähnte Zucchini-Schweinerei. Aber auch sehr leckere Gnocchi und diverse Pasta-Variationen mit und ohne Fleisch.

Bar in Rom beste Gelateria in Rom

  • Lieblingsbrunnen: NICHT der Trevi Brunnen. Der enttäuschte nämlich durch Restauration. Wir waren abends da, deswegen entging uns die „Trostvariante“, da alles vollständig abgesperrt war. Also nochmal wiederkommen. Der Brunnen unterhalb der Spanischen Treppe war ebenfalls nicht sichtbar (genauso wie die Kirche…). Nach einer Woche Pomp und Statuenüberfluss bekommt den Preis für den Lieblingsbrunnen eine erfrischend unscheinbare Variante im Park der Villa Borghese. Da ist es übrigens auch sonst ganz nett, wenn man dem Trubel der Stadt ein bisschen entfliehen möchte.

ein Brunnen im Park der Villa Borghese Piazza Santa Maria in Trastevere

kleiner Fiat in Rom Trastevere

  • Bestes Museum: die Vatikanischen Museen. Tipps zum Besuch von Vatikan und Petersdom hatte ich in diesem Beitrag schon einmal gesammelt.
  • Lieblingsstatue: Hermanubis im Vatikan. Insgesamt stehen in Rom aber so viele Statuen rum, dass man sich wirklich nur schwer entscheiden kann. Den riesigen Fuß und die Hand mochte ich auch so gern (beide im Capitolinischen Museum*). Dann gibt es da noch Romulus und Remus, Laokoon und Medusa… ach, ich kann mich echt nicht entscheiden.

riesige Hand Capitol Museum Hermanubis Statue im Vatikan

  • Lieblingsruine: Kolosseum. Da war auch der Audioguide echt gut. Und ich muss sagen: mir hat es auf dem Palatin echt richtig gut gefallen. Sehr entspannt, toller Piniengeruch und super Aussicht. Forum Romanum muss man meines Erachtens nicht unbedingt machen (oder zumindest eher kurz halten, das Ticket ist ein Kombiticket für Kolosseum, Palatin und FR), da ich den Blick aufs Forum Romanum von oben beeindruckender fand als aus nächster Nähe. Und Fee schrieb es schon: Auf jeden Fall das Kombiticket am Forum Romanum kaufen (wir waren Mittwochs vormittags da, da war wenig los) oder am Palatin, die Schlange am Kolosseum ist sehr lang und so muss man da nicht mehr anstehen :) Wir haben nach Forum Romanum und Palatin erstmal eine Pause gebraucht und das Kolosseum am nachmittag besucht, da war dann auch angenehm wenig los (eine riesige Schlange gab es trotzdem).

Kolosseum colosseum

  • Lieblings-Streetart: Roa’s  springender Wolf im Stadtteil Testaccio. Wer den „besichtigen“ möchte: er ist sichtbar von der Via Galvani (kurz vor bzw. hinter der Tankstelle). Außerdem befinden sich 66 Invader in Rom. Ich habe klägliche 2 gefunden (einen an der spanischen Treppe und einen in der Nähe des Vatikans). Clet Abraham war auch sehr aktiv und wir haben einige seiner verschönerten Schilder gefunden.

Jumping Wolf von Roa Street Art Rom Clet Abrahams Straßenschilder in Rom

  • Beste Aussicht: auf dem Gianicolo (kann man gut mit einem Trastevere Spaziergang verbinden), von der Kuppel des Petersdoms und am Vittoriano. Da einfach die Stufen neben dem Aufgang zum Campidoglio nehmen und man ziemlich gut in alle Richtungen gucken und dann noch hinten rum zum Campidoglio durchgehen und bekommt noch einen Blick aufs Forum Romanum.
  • Flops:
    1) Der Mund der Wahrheit. Beziehungsweise die lange Schlange davor. Da sind wir ganz schnell weitergegangen.
    2) Samstag und Sonntag (es war einfach unglaublich voll. An diesen Tagen lieber nicht die Top Attraktionen einplanen sondern lieber ein bisschen vor dem Brunnen im Park der Villa Borghese abhängen oder sich auf die Suche nach Streetart in Testaccio begeben :)

Wir waren Anfang September dort, es war noch sehr warm, aber gut aushaltbar und einfach wunderbar. Ich empfehle eine Wohnung mit Küche statt Hotel, weil auf die Siesta mit selbt gekochtem Mittagessen (meistens Tramezzini, Tomaten und Mozzarella, diverse Käsesorten, köstliche Oliven, Trauben, Pfirsiche…) hätte ich nicht verzichten können. Die Dachterrasse tat ihr übriges – traumhafte Konstellation.

*Kleiner Tipp. Falls ihr vorhabt, das Capitolinische Museum zu besuchen, dann fragt doch vor dem Ticketkauf einfach mal nach den Toiletten. Die erreicht man über einen Hintereingang. Plötzlich steht man direkt im Museum. Huch. Ich sage nicht, dass wir das so gemacht haben. Ich zeige hier nur Möglichkeiten auf.

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