Reeperbahn Festival 2015 – meine Highlights

Von vier harten, aber guten Tagen Reeperbahn Festival hab ich mir zwar einen Schnupfen mitgebracht, aber auch ein paar tolle Bands und den ein oder anderen Ohrwurm.

Beim Reeperbahn Festival ist es ja meistens so, dass man ungefähr NIX vom Lineup kennt. Das ist total super, denn man hat die Möglichkeit ganz viel neue Musik zu entdecken. Bisher waren jedes Jahr Bands dabei, die geblieben sind. Die auch 3 oder 4 Jahre später noch in meiner Playlist sind und die ich seitdem noch weitere Male live gesehen habe. Letztes Jahr (Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4) waren das zum Beispiel Catfish & the Bottlemen, Talking to Turtles, Carnival Youth & the Slow Show.

Aber nun zu den Highlights in diesem Jahr:

ABBY im Mojo Club

ABBY im Mojo Club

Es ging los mit den Berlinern ABBY im Mojo. Ich war exzellent gelaunt, schließlich hatte ich mich ein ganzes Jahr aufs Reeperbahn Festival gefreut. Das bier und die tolle Band taten ihr übriges – was für ein geiler Auftakt!

Danach ging es dann rüber ins Molotow. Oben in der Skybar war es heiß und voll. Aber auch gut, den hier spielte die Band „Beasts“. Ich vermute ja, dass die den Namen gewählt haben, damit sie sich dem Publikum mit „We are Beasts!“ vorstellen können. Clever. Bei Beasts fühlte ich mich straight back in die Neunziger katapultiert. Die Briten machen nämlich ehrlichen Alternative-Grunge-Rock, Seattle-Style. Die haben damals sicher gern Nirvana gehört. Ich auch, deswegen hatte ich ne sehr gute Zeit beim Gig von Beasts.

Beasts im Molotow / Reeperbahn Festival 2015

Beasts im Molotow

Der Mittwoch endete in der Prinzenbar. Gute Location für L’aupaire und Band. Er war der einzige, den ich als „nicht verhandelbar“ auf meiner Reeperbahn-Festival Liste hatte – da mussten wir hin. Lag daran, dass ich beim reinhören im Vorfeld schon so entzückt war. Der Song „I would do it all again“ geht direkt ins Ohr und so schnell nicht wieder raus. Auch die anderen Songs sind alle super und ich war – wie vermutlich auch das restliche, zumeist weibliche, Publikum – völlig hingerissen. Deswegen hab ich mich umso mehr gefreut, ihn am zweiten Festival Tag nochmal mit zwei Songs als als Showcase bei Ray’s Reeperbahn Revue zu sehen.

L'aupaire in der Prinzenbar

L’aupaire in der Prinzenbar

Am zweiten Festivaltag war ein Highlight definitiv Bombay aus den Niederlanden – mehr Zufall, da uns Great Lake Swimmers zu lahm melancholisch waren und wir vom Knust schnell in den grünen Jäger gestolpert sind.

Weiter ging es drüben im Bunker mit Sunset Sons – Die Surfer-Dudes hatte ich auch vorher schon bei Ray’s Reeperbahn Revue gesehen, aber sie standen auch davor schon auf der Liste. Und waren spitze!

Sunset Sons im Uebel & Gefährlich

Sunset Sons im Uebel & Gefährlich

Das nächste Highlight war eine Band, die ich tatsächlich schon vor dem Reeperbahn Festival kannte: die Schotten „Fatherson“. Wie inzwischen bekannt sein dürfte, hab ich einen Akzent-Fetisch und Schottisch ist ganz weit oben in meiner Top-Liste. Herrlich. Die Mucke ist außerdem super – leider konnte man letzteres von der Sauerstoff-Situation im Grünen Jäger nicht behaupten, weswegen ich leider gezwungenermaßen die letzten 2 Songs von draußen aus verfolgt habe. Aber nichtsdestotrotz: wenn ihr die Gelegenheit habt, dann guckt euch Fatherson live an. Die Schotten rocken!

Fatherson im Grünen Jäger

Fatherson im Grünen Jäger

Ihr merkt schon, die ersten beiden Tage waren voll von Highlights! An den nächsten beiden Tagen wurde es etwas übersichtlicher, aber positiv hervorzuheben sind definitiv Hot Panda – eigentlich totaler Zufall. Die Kanadier spielten im neuen kukuun – das wollten wir uns mal ansehen, außerdem ist der Bandname großartig und die Zeit passte sehr gut zum Überbrücken bis zur nächsten Band. Wir waren dann aber ausgesprochen traurig, dass sie nicht länger spielen konnten, die haben nämlich sehr viel Spaß gemacht. Die Bassistin hat bei einem Song gleichzeitig Bass und Trompete gespielt. Krass!

Hot Panda im kukuun

Hot Panda im kukuun

Am Samstag wurde es besinnlich – gleich zwei Künstler haben wir im Michel spielen sehen. Leider haben wir von Luke Sital-Singh nur 3 Songs gehört, aber die waren toll. Auch William Fitzsimmons passte wunderbar zur Atmosphäre im Michel.

Luke Sital-Singh im Michel

Luke Sital-Singh im Michel

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon wieder auf das nächste Reeperbahn Festival. Dann nehme ich mir nicht nur Freitag frei, sondern schon ab Mittwoch. Entschuldigt mich – ich muss in Erinnerungen schwelgen :)

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