Meine völlig subjektiven Highlights für ein Wochenende in Lissabon

Treue Leser werden sich vielleicht erinnern, ich war schon einmal dort. Und schon kurz nach dem letzten Besuch dort wollte ich sofort wieder hin. Endlich war es wieder so weit! Und falls ihr auch vorhabt hinzufahren, kommen hier meine Highlights, perfekt für ein verlängertes Wochenende in Lissabon. Und falls ihr das nicht vorhabt: warum eigentlich nicht?

Es geht los in Belém – eine Fahrt mit der Straßenbahn bringt euch vom Praça do Comércio in 25 Minuten in den Stadtteil Belém. Nur ein paar Meter von der Haltestelle befindet sich auch schon das Mosteiro dos Jerónimos. Ich war erst skeptisch, ob sich die Besichtigung lohnen würde, aber: absolut! Die Klosteranlage ist wunderschön, vor allem als die Sonne heraus kam und alles in ein wunderbares Licht tauchte. Wenn ihr schon in Belém seid, dann besichtigt auch unbedingt das Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen), das ist quasi gegenüber. (Man kann da auch hochfahren, das kostet zwar Geld, lohnt sich aber, wenn man das tolle Mosaik vor dem Denkmal im ganzen sehen möchte. Schaut mal hier, da hab ich schonmal was zu Belém geschrieben). Servicetipp von mir: den Torre de Belém kann man besichtigen, kann man aber auch getrost sein lassen. Ich hab das für euch getestet.

Klosteranlage Belem  Kloster Belem

Wenn man ein bisschen am Tejo herumgeschlendert ist, dann setzt man sich irgendwann wieder in die Bahn mit der 15 Richtung City und steigt an der Haltestelle „Museu Carris“ aus (das ist quasi direkt unter der Brücke). Ein paar Minuten zu Fuß weiter kommt man zum LX Factory Gelände. Dort gibt es Cafés, (Hipster-)Läden und den tollsten Buchladen der Welt. Abends ist da bestimmt auch ausgehmäßig was los, das haben wir aber nicht getestet. Wer auch nur ein klitzebisschen buchaffin ist, der muss in den Buchladen Ler Devagar. Dort kann man auch Kaffee trinken, Küchlein essen und etwas verweilen. Besonders in der oberen Etage gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel eine kleine Ausstellung mit verschiedenen Installationen.

Ler Devagar Buchladen Lissabon  Beste Kleiderbügel lxfactory Lissabon

Weiter geht es mit einem Spaziergang durch die Alfama. Die Alfama ist mein Lieblingsviertel in Lissabon. Verwinkelte, schmale Gassen, ganz viele steile Treppen, Blick aufs Wasser, farbenfroh geflieste Häuser und süße Geschäfte. Nehmt euch ein bisschen Zeit und streift durch die engen Straßen, bewundert die tollen Häuser und setzt euch ab und zu auf eine sonnige Bank und genießt die Aussicht.

Azulejos in der Alfama  Alfama

Aussicht in der Alfama

Außerdem gibt es dort ganz ausgezeichnete Miradouros (Aussichtspunkte, mit Bänkchen und meist einem kleinen Pavillion um die Kaffeezufuhr zu sichern). Auch in der Alfama: das Castelo de São Jorge. Das ist ziemlich weit oben und man hat von da aus einen ziemlich tollen Blick. Ich finde, dass sich der Eintrittspreis schon allein für den schönen Miradouro lohnt. Pinien, Pfaue, Sonnenplätze mit Aussicht auf den Tejo, ein Eiscremewagen… ein ziemlich perfekter Ort zum Verweilen und Nase in die Sonne halten. Außerdem kann man auf Burgmauern herumklettern, Katzen beobachten und Pfaue (mit Glück) beim Rad schlagen bewundern. Wenn man was zum Picknicken dabei hat, umso besser. Ansonsten gibt es im Café auch Snacks und Getränke.

Castelo Sao Jorge Lissabon

Castelo Sao Jorge

Miradouro am Castelo Sao Jorge

In der Alfama findet Samstags auch ein Flohmarkt: der Feira da Ladra (Markt der Diebin) statt. Und weil ich den beim letzten Mal schon so gut fand, waren wir wieder dort. Die Kulisse ist einfach traumhaft und das Angebot super – auch wenn man nur zum gucken kommt, es lohnt sich.

Feira da Ladra Lissabon

Flohmarkt Lissabon

Flohmarkt Lissabon

Wir wechseln für das nächste Highlight den Stadtteil. In der Oberstadt (Bairro Alto) gibt es nämlich zum einen auch sehr hübsche Aussichtsplätze, außerdem fährt hier auch die berühmte Tram 28 lang. Außerdem: ihr wisst ja, dass ich gern von oben runtergucke. Da lag es nahe, auch die Basílica da Estrela aufzusuchen, denn da kann man aufs Dach. Und zwar nicht auf irgendeine Aussichtsplattform, nein, man läuft wirklich auf dem Dach rum. Der Spaß kostet 3 Euro, man muss ein enges Türmchen etliche Stufen hoch (war aber machbar) und dann ist man im besten Fall (so wie bei uns) ganz alleine auf dem Dach der Basilica.

Basilica Estrela Lissabon Basilica Estrela Lissabon Basilica Estrela Lissabon

Einen Essenstipp habe ich auch noch. Nicht weit von der Avenida da Liberdade entfernt. Das Jardim dos Sentidos habe ich beim letzten Mal schon angepriesen, dieses Mal war es noch toller (Am besten vorbeigehen und reservieren, wir wurden einmal wieder weggeschickt, weil es zu voll war). Köstlicher portugiesischer Wein, ein absolut großartiger veganer Burger (und ich habe schon viele davon gegessen!) und einen tollen Apfel-Pflaumen-Crumble mit Vanille-Eis zum Nachtisch. Im Jardim dos Sentidos gibt es übrigens ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte und das Ambiente ist wirklich sehr nett dort. Für alle Vegetarier: in derselben Straße auf der anderen Straßenseite ist das Planeta Bio. Alles vegetarisch / vegan, günstig, lecker, große Portionen. Das Ambiente ist allerdings nicht ganz so romantisch wie im Jardim dos Sentidos.

Sag doch was!