Kambodscha – Angkor & Co. (2)

An Tag 2 und 3 meiner Tempel-Erkundungszeit hab ich vom Rad auf TukTuk gewechselt. Der Fahrer hat mich um Punkt 7 im Hotel abgeholt. Der war höchstens 16, hatte aber ein wunderschönes grünes Tuktuk.

Kurz die Route abklären und ab dafür. Ruckzuck waren wir am Bayon. Das ist der Haupttempel in der alten Stadt Angkor Thom (ehemals die Hauptstadt des Khmer Reichs) und vor allem wegen der Steingesichter bekannt. Dieser Tempel wurde sowohl von Hinduisten als auch von Buddhisten genutzt, besonders cool sind die wiederkehrenden Motive: die bis zu 7 Meter hohen Gesichter des Lokeshvara. Es befinden sich wohl rund 200 Gesichter in der gesamten Tempelanlage des Bayon. Die anderen Menschen waren vermutlich noch post-sunrise-mäßig am Angkor Wat, deshalb war ich quasi alleine in der riesigen Ruine.

Bayon

schönes Spiel im Bayon: Gesichter zählen :)

Bayon

Assoziationen zum Steinbeißer der unendlichen Geschichte. Nur bei mir?

Danach hieß es, den Rest von Angkor Thom zu erkunden. Innerhalb der vier Tore befinden sich neben dem Bayon nämlich noch etliche andere Tempel. Gut hat mir der Tempelberg Baphoun gefallen, auch wenn man hier erstmal viele, viele Stufen erklimmen musste (das sollten an dem Tag aber lange nicht die letzten sein). So konnte man aber einen guten Blick über die Gegend genießen. Ich fühlte mich sofort ins Dschungelbuch versetzt (angeblich waren die Ruinen um Angkor Wat vorbild für King Louies zuhause im Trickfilm), der Eindruck wird noch verstärkt, denn um Angkor Thom herum sieht man öfter mal Äffchen herumchillen.

Angkor Thom

was guckst du?

Angkor Thom Nordtor

Eines der Tore zur alten Stadt Angkor Thom

Nachdem ich mir Angkor Thom ausgiebig angeguckt hatte, habe ich meinen TukTuk Fahrer am ausgemachten Treffpunkt gesucht – der chillte so wie seine Kollegen in einer Hängematte, die er in sein TukTuk gespannt hatte. Weiter gings zu meinem Lieblingstempel: Preah Khan. Ein riesiger Tempel mit ähnlich imposanten Baum-Stein-Verwebungen wie im Ta Prohm, dazu wunderschöne Wandreliefs mit Apsaras und Mustern. Und bunt! Und: keine Menschen.

SAMSUNG CSC

Preah Khan – in Farbe! Und bunt!

Preah Khan

Bäume an Tempelmauern kann nicht nur der Lara Croft Tempel. Preah Khan rockt!

Neak Pean war der nächste Tempel der Runde. Der Tempel war wenig spektakulär, aber der Weg dorthin dafür umso mehr. Man muss nämlich über einen Steg gelangen über überschwemmtes, sumpfiges Gebiet, was super aussieht:

Neak Pean

super Aussicht auf dem Weg zum Neak Pean

Nur die mir entgegen kommenden Touristen haben genervt. Die haben sich nämlich bevorzugt über den ganzen Steg breit gemacht während ich mich drauf konzentriert habe nicht ins Wasser zu fallen. Hier war es dann ach erstmals an diesem Tag ziemlich voll. Und heiß, sehr sehr heiß. Die nächsten drei Tempel gibts ohne Bilder, denn mein Kamera Akku hatte sich verabschiedet. Und meine Aufnahmefähigkeit auch, vielleicht liegt es daran, dass ich Ta Som, East Mebon und Pre Rup als nicht besonders beeindruckend in Erinnerung habe. Die letzteren beiden waren sehr ähnlich, man musste viele Stufen bewältigen, hatte dafür ein bisschen Aussicht. Und Hitze, unerträgliche Hitze. Die Runde endete mit diesen beiden Tempeln und statt dort zu Mittag zu essen ließ ich mich gegen 13.00 zurück nach Siem Reap fahren, drückte dem jugendlichen TukTuk Fahrer noch ein paar Dollar Trinkgeld in die Hand und ab zu meinem Lieblingsort: Das Peace Café (ich berichtete bereits).

Am nächsten Tag gabs dann für mich vormittags eine Angkor Pause, dafür hab ich mich nachmittags nochmal aufs Rad geschwungen und bin nochmal nach Angkor Thom gefahren und hab eine kleine Radtour drum herum gemacht – an der Westseite kommt man an ein paar Siedlungen vorbei und kann sich an der guten Laune der Einheimischen erfreuen :) Zum Sonnenuntergang bin ich dann nochmal in Angkor Wat herumspaziert und hab Mönche beim Chillen beobachtet.

Kitsch

Palme, Sonne, Kitsch.

Angkor Wat

Mönche chillen vor Angkor Wat

Dann aber schnell wieder zurück, denn bei Tageslicht am Verkehr teilnehmen ist das eine, im Dunkeln eine halbe Stunde zurück zum Hotel radeln fand ich nicht so verlockend. Ohne Licht am Rad, schlecht beleuchtete Straßen und die ständige Gefahr von spontanem Gegenverkehr… das muss ja nun echt nicht sein.

Einen Beitrag zu Angkor hab ich noch. Mit ein paar mehr Fotos und ein paar Tipps. Demnächst!

 

2 Kommentare

Sag doch was!