drei Tage Amsterdam – drei Tage Fahrräder fotografieren und Kaffee trinken

Bevor ich weiter in Erinnerungen an Südostasien schwelge und vielleicht endlich mal was über Vietnam erzähle, noch ein paar kurze Abstecher nach Europa. Es ging für das verlängerte Mai-Wochenende nach Amsterdam, die Stadt in die man sowieso immer mal fahren kann (wäre das Übernachten nicht so teuer), weil Amsterdam einfach toll ist. Vor zwei Jahren war ich zuletzt da und hab ein paar Tipps hier gelassen, dieses Mal ging es tatsächlich hauptsächlich um gemütlich umherlaufen, Kaffee trinken und Fotos machen.

Ich teile ja mit Fee unter anderem die Leidenschaft, Fahrräder zu fotografieren. (Hier hab ich schon einmal welche gezeigt). Kein Wunder also, dass ich vom Kurztrip nach Amsterdam mit einer geballten Ladung Drahtesel auf der Speicherkarte wieder kam.

Die Sehenswürdigkeiten haben wir dieses mal links liegen gelassen und uns aufs Stadtteil erkunden beschränkt. Jordaan zum Beispiel einfach wunderschön. Sobald man von der Prinsengracht mal 1-2 Straßen abgebogen ist ist man mitten drin im idyllischen Jordaan mit seinen kleinen Gässchen, den süßen Häuschen und niedlichen Vorgärtchen (Ja, die Verniedlichungsformen sind durchaus angebracht. Alles in Amsterdam ist entweder niedlich oder stylisch. Coole Mischung!). Und Touristen verirren sich da auch nur selten hin, die stehen nämlich vor allem in der Schlange zum Anne Frank Haus (das ich zum Glück bei meinem ersten Besuch in Amsterdam zu Abizeiten bereits besichtigt habe – ohne Anstehen mit Gruppenticket). Wer einen Besuch plant, der sollte FRÜHZEITIG das Internet befragen und Online Tickets buchen. Ich wollte das auch machen, allerdings war Ende März bereits das gesamte Kontingent weg. So wurde es leider nix mit einem zweiten Besuch, aber dadurch war mehr Zeit, niedliche Häuser zu begaffen und Kaffe zu trinken. Auch gut.

In den Stadtteil De Pijp verirren sich auch kaum Touristen. Und wenn, dann nur zum Albert Cuyp Markt (den man getrost ausfallen lassen kann… vor allem Ramsch und außerdem ziemlich viel Ramsch). Dabei kann man im Emaillekeizer zum Beispiel wunderschöne kleine Milchtöpfchen oder Picknickgeschirr kaufen. Ich habe wenig geshoppt, aber wenn ich mir morgens vor der Arbeit die Milch für meinen Kaffee erhitze, dann freue ich mich über das süße weiß-blaue Töpfchen :)
Es lohnt sich jedenfalls durch die kleinen Sträßchen zu schlendern, hier und da und wo es nett aussieht mal stehen bleiben, ein Stück Apfelkuchen essen, Kaffee trinken, weiterschlendern, Zeit lassen. Hin und wieder mal ein Fahrrad fotografieren. Abends ins Kino gehen, am besten in das prachtvolle Tuschinski Theater.

Dieses Mal kam ich in einem Airbnb* Apartement unter, was sehr praktisch war, da wir so gemütlich (und günstig) frühstücken konnten – mit Ausblick auf die Dächer des Stadtteils. Der Supermarkt war praktisch direkt auf der anderen Straßenseite und hatte lange auf, so dass wir schon am Anreiseabend einmal die Vorräte für unsere 3 Frühstücke und Snacks besorgen konnten. Leider hatte ich meine Bialetti nicht mitgenommen und der Hipster hatte nur eine Aeropress in seinem Apartement. Wasserkocher hatte er auch nicht, dafür einen schicken Gasherd. Und nach nur 3 Versuchen und 2 verschiedenen Youtube Videos konnte ich auch mit der Aeropress einen trinkbaren Kaffee zubereiten. (Dieses Video hat mir geholfen). Für unterwegs reihen sich in Amsterdam in allen Vierteln niedliche Cafés aneinander, die Koffeinzufuhr ist also auf jeden Fall gesichert!

Außer Fahrrädern kann man natürlich auch (je nach Jahreszeit) sehr gut hübsche Tulpen fotografieren.

die typischen Blümchen

 

Ach, Amsterdam ist einfach immer eine Reise wert! Hin da!

 

*dies ist ein Referal-Link – wenn ihr euch darüber anmeldet, dann erhaltet ihr ein Reiseguthaben für eure erste Buchung (und ich auch, für meine nächste)

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