Das war 2015

Rheinstrand

 

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich hab mich mal wieder aufgerafft, Zeug ins Internet zu schreiben. Ein guter Vorsatz für 2016 lautet auf jeden Fall: mehr bloggen! Falls überhaupt noch jemand mitliest (bitte mal Hand hoch in den Kommentaren :)). Gerade bin ich jedenfalls in Süddeutschland und hier wird beinahe jedes das Wetter betreffende Klischee erfüllt: Bei meinen Eltern auf der Terrasse trägt der Zitronenbaum Früchte und ich konnte einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: in der Sonne sitzen und Kaffee trinken. Geregnet hat es in den 5 Tagen hier unten auch keinen Tropfen, da würde man in Hamburg ja schon fast eine Dürreperiode ausrufen. Trotzdem bin ich froh, dass es morgen wieder in den Norden geht. In die eigene Wohnung. Ich muss dann erstmal Menschen fasten für den Rest des Jahres ;)

 

Zugenommen oder abgenommen?

eher abgenommen. Nur gegen Jahresende kommen mir alle Jahre wieder Muttis Plätzchen in die Quere

Haare länger oder kürzer?

Länger und dann irgendwann wieder kürzer. Und auch dieses Jahr habe ich es wieder nur ein einziges Mal zum Friseur geschafft, statt wie in meinem Plan vorgesehen einmal im Quartal.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
genau so kurzsichtig wie letztes Jahr.

Mehr Kohle oder weniger?

mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Ich bin ja umgezogen. Neue Möbel und so, ich hab aber auch von dem alten Kram viel verkauft. Unterm Strich, wenn man vom Umzug mal absieht, sicher weniger.
Ich benutze nämlich seit Mai YNAB (you need a budget) und kann mit Freude sagen, dass ich das Thema Personal Controlling nun für mich abhaken kann, denn dank YNAB fühle ich mich zum ersten Mal im besten Sinne erwachsen (ganz als hätte ich mein Leben unter Kontrolle!). Ich wollte ja irgendwann auch noch Dinge eine Lobhudelei über YNAB schreiben, aber da ich in Annes Fragebogen gelesen habe, dass sie das auch vor hat: lest einfach Annes Blog. Aber ich kann ja an dieser Stelle mal sagen: Ich bin sehr begeistert. Wenn ihr noch kein Mittel gefunden habt, wie ihr gut eure Finanzen kontrollieren könnt, dann testet YNAB* einfach mal, 34 Tage sind kostenlos.

Mehr bewegt oder weniger?

mehr. Ich habe seit ca. April nen Fitbit, der dazu beiträgt, dass ich immer (naja, fast immer) über 10.000 Schritte pro Tag komme. Vor allem in der ersten Jahreshälfte gab es auch einige 25-30 Kilometer Spaziergänge. Und Yoga gab es auch noch relativ regelmäßig. Über den Sommer blöderweise den Knöchel verknackst (beim Treppe runter gehen. Willkommen in meiner Welt.) und deswegen längere Zwangspause. Aber so langsam könnt ich auch mal wieder laufen gehen.

Der hirnrissigste Plan?

Mein sauer verdientes Geld einer Online-Dating Plattform in den Rachen zu werfen. Jaja, man hätte da auch von vorne herein von selbst drauf kommen können, aber ich bin eben einsam und scheinbar recht verzweifelt.

Die gefährlichste Unternehmung?
Teilnahme am Straßenverkehr in Vietnam, insb. die drei Minuten hinten auf dem Roller, in denen mein gesamtes bisheriges Leben noch einmal an meinem inneren Auge vorbeizog.

Der beste Sex?

bitte stellen Sie sich an dieser Stelle das Zonk-Geräusch vor.

Die teuerste Anschaffung?

ein Fernseher. so ein flacher, mit Internet und so.

Das leckerste Essen?

in Saigon, bei dem vegetarischen Restaurant das Red Bean Curd. Und die vegane Pho. Und die Sommerrollen, die in Vietnam nirgendwo summer rolls heißen, sondern einfach fresh spring rolls. Und bei Katja auf dem Balkon schmecken die übrigens mindestens genau so gut wie in Vietnam. In Kambodscha war ich begeistern vom Salt & Pepper Tofu und vor allem von dem Khmer Kreung Khtis. Außerdem die Pierogi in Krakau! Und auch da: Zapienkanka. Und auch in Dublin hab ich hervorragend gegessen. In Hamburg auch – vor allem die Mezze bei Beiti und Bekaa. Auch selbstgekocht gab es dieses Jahr leckeres Zeug. Mal wieder jede Menge Kürbis und der vegane Hackbraten (inzwischen ein Klassiker).

Das beeindruckendste Buch?

The Goldfinch** von Donna Tartt. Und zwar sehr nachdrücklich. Und The Interestings** von Meg Wollitzer.We Are All Completely Beside Ourselves** von Karen Joy Fowler war auch hervorragend.

Der ergreifendste beste Film? Die beste Serie?

Filme: Victoria, Still Alice
Serien: besser spät als nie – „Mord mit Aussicht“, Twin Peaks (jaja, ich hinke hinterher), Fargo, Tatortreiniger

Das beste Lied?

L’aupaire – I would do it all again.
Aber auch für dieses Jahr habe ich euch wieder eine Spotify Playlist gemacht.

Das schönste Konzert?

Carnival Youth im Uebel & Gefährlich Turmzimmer. Friska Viljor im Molotow. Balthazar im Gruenspan war auch sehr gut. Vaccines im Mojo. Maximo Park im Uebel & Gefährlich. WASH im Gruenspan. Und das Reeperbahnfestival als Gesamtkunstwerk.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Spazierengehen

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Live-Musik

Vorherrschendes Gefühl 2015?

Mööp.

2015 zum ersten Mal getan?

Einen Vortrag gehalten. Komplette Mahlzeiten mit Stäbchen gegessen. In einer dunklen Höhle im Schlamm gebadet. Patentante geworden. Maultaschen selbst gemacht. Ein KZ besucht (ich frage mich immer noch, warum wir das in der Schule nie gemacht haben). Snake wine probiert (kann man getrost bleiben lassen, schmeckt auch nur wie billiger Korn).

2015 nach langer Zeit wieder getan?

Geburtstag gefeiert. Knöchel verstaucht. Dublin besucht. Auf einer Beerdigung gewesen. Eine Reise storniert.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Diese Busfahrt in Vietnam, den verstauchten Knöchel, ein Wiedersehen mit jemandem aus der Vergangenheit (denkt euch dramatische Musik und einen Temperaturabfall um mind. 10°C einfach dazu)

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Teile meiner Antwort würden euch verunsichern.

2015 war mit einem Wort…?

schwierig

 

2016 kann eigentlich nur besser werden, aber ich lehne mich da lieber nicht zu weit aus dem Fenster.
Ich hoffe, ihr hattet ein super Jahr und das nächste wird noch besser. Guten Rutsch euch!

 

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