Das Konzert des Jahres

So, gestern war es so weit – ich hab das Konzert des Jahres gesehen. Witzigerweise hätte ich das im Vorfeld noch nicht mal vermutet. Klar weiß ich, dass Friska Viljor live einfach unglaublich sind, aber besser als letztes Jahr im Rahmen des Reeperbahnfestivals konnte es ja eigentlich nicht werden. Oder?

Friska Friska
Und nun stand ich also eher mäßig begeistert im Uebel & Gefährlich (wo es tatsächlich einen Graben zwischen Publikum und Bühne gab) und wartete darauf, dass es endlich los geht. Ging es dann auch, mit Martina Linn aus der Schweiz. Obwohl ich bekanntermaßen kein Fan von singenden Frauen bin – das war ganz nett. Als Frsika dann gegen 22 Uhr loslegten schien es fast so, als müsse sich Band und Publikum erst noch aneinander gewöhnen. Rückblickend betrachtet würde ich sagen, dass das dramaturgisch einfach perfekt aufgebaut war. Es wurde nämlich immer besser! Der erste Höhepunkt des Konzerts war für mich „Useless“. Obwohl das Publikum auf die Frage, ob mehr „calm stuff“ gespielt werden sollte sehr entschieden Nooooo gebrüllt hat, inklusive mir. Aber Useless… ich war wirklich selten (vielleicht auch noch nie) so ergriffen bei einem Konzert. Beim Trompetenpart war es um mich geschehen und ich war für den Rest des Abends einfach nur noch begeistert.

Bei „Wohlwill“ ist das Publikum erwartungsgemäß völlig ausgerastet, schließlich befinden wir uns nur wenige Gehminuten von eben dieser Straße.

Und zu guter Letzt erfüllten Sie uns noch einen Wunsch: als Friska nach der Zugabe die Bühne verlassen hatten, stimmte das Publikum so lange „Shotgun Sister“ an, bis sie tatsächlich zurückkamen und den Song gespielt haben.

Danke Friska, I would like for you to hear that we are happy now! Very happy. Und so fuhr ich nach 2 Stunden super Konzert erschöpft und glücklich nach Hause, viel zu aufgekratzt um zu schlafen. Da hätte man auch noch bei der Aftershowparty bleiben können, eigentlich.

Also wenn ihr die Möglichkeit habt, Friska Viljor einmal live zu erleben: hingehen, feiern, singen, hüpfen, glücklich sein.

P.S.: Was mir noch aufgefallen ist: der Keyborder Emil Nilsson sieht aus wie der gut gelaunte Zwillingsbruder von Kristofer Åström. Eine unheimliche Ähnlichkeit! Aber das nur am Rande…

5 Kommentare

  • Fee sagt:

    Ach Mensch, die muss ich wirklich auch mal live sehen…

  • Ich glaub ich muss Friska auch nochmal hören – habe mir ja gestern spontan die Free-Version von Spotify geholt.
    Aber erstmal Biffy!
    Ha, bzgl. des viel zu aufgekratzt fürs schlafen sein ist es manchmal gar nicht so verkehrt, dass ich in der Regel (außer es geht nach Holland) immer mindestens 1h Anreise zum Konzert habe. So ist man noch schön wach genug, um nachher wieder nach Hause zu fahren. Die letzten 50-60km sind auf der Autobahn eh nur alleine auf weiter Flur im Dunkeln schnurstracks geradeaus, das ist sonst immer so einschläfernd… zuhause angekommen bin ich dann meistens wieder auf „Normal-Level“ angekommen und reif fürs Bett!
    Liebe Grüße :)

  • Nike sagt:

    Guten Morgen meine Liebe!
    Es wird Dich eventuell schockieren zu lesen, dass ich gerade eben auf das Wohlwill-Video geklickt habe & damit in eben diesem Moment zum ersten mal ein Lied dieser Band höre. Und es gefällt mir wirklich gut!!!
    Grüße,
    Nike
    Ps: ich bin immer noch etwas konsterniert.

  • Ninjutsu sagt:

    Friska Viljor habe ich 2009 auf dem Rocken am Brocken gesehen. Ich glaube danach gab es irgendwie Gerüchte dass sie sich auflösen würden. Haben sie aber zum Glück ja nicht gemacht. :)
    Oh und „Shotgun Sisters“ ist so ein wunderwunderschönes Lied. *__*
    Da bekommt man live sicher richtig Gänsehaut, oder? :)
    Liebe Grüße,
    Nina

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