Budapest: Streetart, Ruinpub, Shops

Wie in London und Lissabon schon hab ich in Budapest eine „Alternative Walking Tour“ mitgemacht. Lauren, die schon 5 Jahre in Budapest lebt, hat uns durch den 7. Bezirk (das ehemalige jüdische Viertel) geführt und uns nicht nur über die Geschichte des Viertels, sondern auch über die aktuelle Entwicklung und die Streetart erzählt, sondern auch ein paar Bars und Shops gezeigt. Auf jeden Fall gibt es hier richtig viel zu entdecken!

Es gibt in Budapest längst nicht so viel Streetart zu bestaunen wie z.B. in London, weil die Strafen sehr hart sind und legale Werke selten sind (oder sehr langwierig in der Planung, weil sehr, sehr viel Bürokratie überwunden werden muss). Aber im 7. Bezirk gibt es trotzdem einiges zu entdecken. Besonders gefreut habe ich mich über einen alten Bekannten aus Lodon: Invader. Hier zu sehen in London mit dem sehr großformatigen Darth Vader vs. Skywalker. In Budapest sehr dezent und sehr clever: auf der Straße als Pflasterstein. Scheinbar leuchtete der auch mal.

 

streetart in budapest

Drei Locations aus dem Viertel wollte ich mal kurz vorstellen. Darunter zwei Shops (ohne Fotos). Mit Shoppen ist ja in Budapest nicht so viel, zumindest war mein Eindruck, dass es abseits der großen Modeketten, die sich überall finden (und wo es aufgrund der hohen Mehrwertsteuer sogar teurer ist als hier) wenig originelles zu entdecken gibt. Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen. Die zwei Läden, die mir richtig gut gefallen haben und wo ich auch etwas gekauft habe, kommen weiter unten, los gehts erstmal mit dem Szimpla.

Szimpla kert
Das Szimpla steht in jedem Reiseführer. So weit, so doof. Abends/Nachts sind da wohl 80% Touristen (und ingesamt wohl sehr, sehr, sehr viele), aber tagsüber (wir waren am Nachmittag da) herrschte eine sehr entspannte Stimmung. Ein sehr faszinierender Laden (ein sogenanntes „Ruinpub“) in dem es auf verschiedenen Ebenen und in diversen Räumen allerlei zu entdecken gibt. Szimpla kert heißt übrigens „einfacher Garten“ und entsprechend grün, verwunschen und verwuchert sieht es auch aus. In einem Raum hängt ein Fahrrad von der Decke, draußen kann man in einem Trabi sitzen und sein Getränk genießen, es gibt eine Wine-Bar und viele vollgekritzelte, schrabbelige Wände. Es gibt ständig Konzerte und tagsüber auch Events wie eine Fahrradbörse oder ein Farmers Market.
Szimpla kert – Kazinczy utca 14 – Budapest – Link

szimpla kert in budapest

Printa
Das Printa ist ein Shop/Concept-Store/Café/Gallerie. Es gibt allerlei upgecycletes, Poster, Prints, Shirts und Accessoires von lokalen und internationalen Künstlern. Der Kaffee schmeckt auch ganz hervorragend und ich habe direkt ein Bildchen für zuhause gekauft. Ist übrigens ganz in der Nähe vom Szimpla.
Printa – Rumbach Sebestyén utca 10 – Budapest – Link

Laci Bácsi
Auch im selben Viertel befindet sich der Plattenladen Laci Bácsi. Laut Website (mit Shop!) gibt es über 6000 gebrauchte Platten. Für Vinyl-Liebhaber genau das richtige zum Durchwühlen. Die Preise schwanken starkt, da auch einige Liebhaberstücke dabei sind. Ich habe mir eine Platte für 600 HUF gekauft (etwa 2 Euro).
Laci Bácsi – Kertész utca 42 – Budapest – Link

Die Tour war auf jeden Fall super, denn obwohl wir schon vorher ziemlich viel in dem Viertel rumgelaufen waren und schon befürchteten, dass uns gar nichts neues mehr geboten werden würde, gab es keine Dopplungen ;) Und die Hintergrundinfos und interessanten Läden waren auf jeden Fall eine Bereicherung für den Trip.

1 Kommentar

  • Wir haben in Barcelona überlegt, wohin die nächsten Städtereisen so führen könnten. Budapest steht auf jeden Fall auch auf unserer Liste, da werde ich mir deine Tipps direkt mal abspeichern.
    Ich glaub wir müssen auch mal öfter solche Walking Tours machen. In London haben wir die Royal & Political London Tour gemacht (die „coolen“ Touren passten zeitlich nicht, wir hatten uns zu spät informiert), aber die war auch super interessant und informativ.
    Liebe Grüße, Goldengelchen

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