Bratislava: Burg, Esel & Co.

Ich schulde euch noch den verprochenen Post zum Städettrip nach Bratislava. Bisher haben wir ja nur über das wichtigste gesprochen: Essen & trinken.

Bratislava hat irgendwas über 400.000 Einwohner, liegt an der Donau und ist in einer guten Stunde von Wien aus per Zug zu erreichen. Das kostet 10 Euro. Man kann auch mit der Fähre fahren, das dauert 90 Minuten und kostet das Doppelte. Ist eher unspektakulär, geht aber. Man startet in Wien am Schwedenplatz (was so ziemlich mitten in der Stadt ist) und kommt in Bratislava quasi direkt in der Altstadt an. Der Bahnhof hingegen ist in Bratislava etwa 20 Gehminuten von der Altstadt entfernt.

Bratislava hat eine wirklich hübsche Altstadt und eine Burg auf einem Berg nahe der Stadt (die mich ziemlich an den Wawel in Krakau erinnert). Es gibt die Donau, eine sehr witzige Brücke mit einer Aussichtsplattform über einem Restaurant in Ufo-Form und Altstadtgässchen mit Altstadtzeug (Souvenirshops, Cafés, Restaurants). Dann gibt es noch die üblichen Verbrechen sozialisitischer Architektur, sobald man die Altstadt verlässt.

Bratislava Altstadt

Bratislava Ausblick

Bratislava Gullideckel

Bratislava sonnenuntergang

UFO Oberservation

Der beste Platz für den Sonnenuntergang ist vermutlich die UFO Aussichtsplattform an der Brücke. Kostet Geld, lohnt sich aber schon.

Bratislava Wedding Bratislava

Städte mit Straßenbahnen sind ja meistens sehr hübsch. Bratislava auch.

Bratislava Burg mit Tram

An einigen Orten in der Stadt stehen lustige Statuen. Am coolsten ist der Bauarbeiter, der den Mädels unter den Rock gucken will. Kopf tätscheln bringt Glück!

Lustige Statuen in Bratislava

Die Burg Devín – in den Reiseführern steht es und alle Einheimischen erzählen es einem ungefragt: da muss man unbedingt hin. Es fährt ein Bus in ca 20 Minuten hin, Fahrkarten gibt es am Automaten. Unklar ist mir nach wie vor die Preisstruktur, aber mit irgendwas zwischen 1,80 und 3,00 Euro (Hin- und Rückfahrt) macht ihr vermutlich nichts falsch. Devín liegt 10 km außerhalb und ist ein Dorf. Aber ein Dorf mit einem Berg mit einer Burgruine drauf. Hier zahlt man dann nochmal 4 Euro Eintritt um die Ruine zu besichtigen, dafür bekommt man eine herrlich idyllische Atmosphäre. Wenn ihr so viel Glück habt wie wir, dann grasen Schafe und Esel auf der Wiese vor der Burgruine und die Sonne scheint. Auf die Donau gucken, auf den alten Steinen rumklettern, Esel streicheln und nach 1-1,5 Stunden wieder zurück in die Stadt.

Burg Devin

Esel streicheln in Devin

Bratislava - Devin

Ich habe außer der Bilderflut auch noch ein paar Tipps für euch:

  • nach Wien fliegen und von dort aus nach Bratislava fahren. Und am besten vorher oder nachher noch nen Tag in Wien dran hängen, da ist es ja auch so hübsch.
  • nehmt euch ein gut gelegenes Apartement. Zum Beispiel über Airbnb*, am besten in der Altstadt. Das ist günstig, auswärts frühstücken macht Spaß (siehe hier) und man ist sehr unanhängig. Außerdem ist das WLAN meist stabiler als in Hotels ;)
  • macht eine Stadtführung. Am besten gleich am ersten Tag. In fast allen Städten gibt es free walking tours. Die sind üblicherweise super (das hängt natürlich stark vom Guide ab) und geben einen guten Überblick über die Stadt. Außerdem haben die Guides oft gute Tipps, was essen, trinken und andere Insider Tipps angeht.
  • Nicht nur auf die Altstadt beschränken
  • Etwa 35 Minuten zu Fuß von der Altstadt liegt das Kriegerdenkmal Slavín, umgeben von einem Soldatenfriedhof. Auch wenn es ein Friedhof ist, der ist wunderschön und parkähnlich angelegt. Da das Denkmal auf einem Hügel liegt (viel Spaß beim Aufstieg… erinnert ans Blankeneser Treppenviertel) hat man einen tollen Blick über die Stadt.
  • unbedingt mit dem Bus nach Devín fahren
  • Reiseführer**  mitnehmen – leider ist die Auswahl nicht so spitze, es lohnt sich, hier aufs Erscheinungsdatum zu achten.

*dies ist ein Referal-Link – wenn ihr euch darüber anmeldet, dann erhaltet ihr ein Reiseguthaben für eure erste Buchung (und ich auch, für meine nächste)
** Amazon-Partnerlink

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